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OCTOBER FILE – Monuments

GOLF RECORDS/SOULFOOD

Monumentalepen sind die insgesamt sechs Kompositionen des US-amerikanschen Quartetts OCTOBER FILE zwar nicht geworden, kompakt wie ein Monumentalbauwerk kommen aber diese Songs allesamt aus den Boxen. Man scheint sich heftige Sozialkritik als Programm auserkoren zu haben, denn was die lyrische Seite der Band betrifft, werden hier schonungslos die MißstĂ€nde der Welt aufgezeigt, wĂ€hrend musikalisch weit weniger deftig zugelangt wird. Der Opener â€șOne And Allâ€č tendiert in Richtung Ă€lterer Dark Wave-Bands, wĂ€hrend das folgende â€șBlood And Sweatâ€č eher harsch rockend und mit Rollins-verdĂ€chtigem Sprechgesang aus den Boxen kommt. Der Titelsong verbreitet zwar Endzeitstimmung pur, was in erster Linie aber am fast schon monotonen, beĂ€ngstigenden Aufbau liegt und weniger an der BrachialitĂ€t. Mit â€ș4â€č kann ich nicht unbedingt viel anfangen, da diese Nummer recht wirr konzipiert ist und eher einer Klang-Collage Ă€hnelt als einem Song. Die folgenden Live-Versionen der beiden Ă€lteren Songs â€șDead Airâ€č und â€șEnemy In A Stateâ€č strotzen zwar vor Rohheit, vor allem was den Sound betrifft, als Kompositionen an sich haben wir es aber eher mit unspektakulĂ€rem Material zu tun.

Melodiefanatiker und Soundfetischisten sind hier eher fehl am Platz, wer sich aber ein Album mit Endzeitstimmung gönnen will und dabei ein musikalisches Spektrum von dĂŒsteren Wave-KlĂ€ngen bis hin zum emotional vorgetragenen Hardcore verkraften kann, sollte sich dagegen eingehend mit OCTOBER FILE beschĂ€ftigen.

http://www.octoberfile.com/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
OCTOBER FILE im Überblick:
OCTOBER FILE – Monuments (Rundling)
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