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NICODEMUS – Vanity Is A Virtue

SONIC AGE RECORDS/TWILIGHT

Inwiefern Eitelkeit tatsächlich eine Tugend ist, wie uns der theatralisch klingende Titel dieser Scheibe verhökern will, sei einmal dahingestellt. Eine Tugend ist in jedem Fall die Fähigkeit, perfekt mit Instrumenten umgehen zu können und daran besteht bei den Musikern von NICODEMUS keinerlei Zweifel. Von Mastermind Christopher Morris anno 1998 aus der Taufe gehoben, konnte der Sänger, Keyboarder und Bassist in Personalunion in Matthew McGee schon bald einen ebenso talentierten Gitarristen zur Mitarbeit gewinnen. Dazu gesellte sich auch noch Drummer Andrew Green und man begann fortan, dem europäisch klingenden, bombastischen Black Metal zu frönen. Im Laufe der Zeit kam aber auch die Vorliebe der Musiker für Größen des Progressiven Metals wie DREAM THEATER oder RUSH immer mehr beim Songwriting zum Vorschein, weshalb zunächst einmal ein zweiter Gitarrist namens Dave Peters an Bord geholt wurde. Nach zwei Veröffentlichungen über amerikanische Kleinlabels ist man nun bei SONIC AGE RECORDS gelandet, wodurch das aktuelle Album »Vanity Is A Virtue« auch für den europäischen Markt zugänglich gemacht werden konnte.

Wer symphonischen, keyboard-getünchten Prog Metal zu seinen Favoriten zählt und sich zudem auch nicht an Einsprengsel stößt, die immer wieder an DIMMU BORGIR erinnern, sollte hier unbedingt einmal hineinhören. Die Black Metal-Zutaten wurden in der Zwischenzeit zwar deutlich in den Hintergrund gedrängt und durch Melodien ersetzt, die das Bild prägen, doch ganz weggelassen wurden diese noch nicht.

Die Scheibe ist in Summe zwar sehr abwechslungsreich geworden, was fehlt sind aber die herausragenden Momente, die trotz aller musikalischer Kompetenz auf »Vanity Is A Virtue« nicht vorhanden sind.

http://www.nicodemus.us/

ordentlich 9


Walter Scheurer

 
NICODEMUS im Überblick:
NICODEMUS – Vanity Is A Virtue (Rundling-Review von 2005)
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