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VAVEL – Vavel

– The Second Death

UNISOUND RECORDS (Import)

Es gibt Bestrebungen innerhalb der Szene, diese griechische Band zum Kult hochzustilisieren. Doch diese Aussage sollte man unbedingt mit einer Prise Salz nehmen, denn was VAVEL 1986 auf ihrem selbstbetitelten Debut verzapften, kann selbst durch den mildtätigen Schleier der verstrichenen Jahre nur als schlecht bezeichnet werden. Kompositionen ohne Hand und Fuß, die man heutzutage jeder Proberaumcombo um die Ohren knallen würde (und einer ›Toccata‹-Umsetzung, bei der man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll), miserabel gesungen und von einem Sound umhüllt, wie man in selbst in jenen Protools-freien Tagen in griechischen Gefilden hätte besser hinbekommen können, machen auch den Re-Release zu einer Scheibe, die bestenfalls unter historischen Gesichtspunkten interessant ist.

Völlig anders war dies jedoch zwei Jahre später: Auf dem Nachfolger »The Second Death« ist eine klare Linie zu erkennen, die VAVEL stilistisch in die Nähe der frühen PRETTY MAIDS rückt. Auch sind die Songs zumeist schlüssig durchkomponiert und der Gesang hat sich deutlich gebessert, wenngleich er immer noch ein wenig wacklig ist, was sich vor allem bei der Ballade ›Christmass Time‹ zeigt. Daß VAVEL damals immer noch keine Meister ihres Faches waren, zeigt sich an ›Let Me Try‹, bei dem der versuchte Tonartwechsel kräftig in die Hose geht. Dafür ist jedoch ›United‹ eine brillante Hymne geworden. Zumindest hat die Band auf ihrem Zweitling, der seinerzeit unveröffentlicht geblieben war, ein akzeptables Soundniveau erreicht, dem jedoch immer noch der entscheidende Druck fehlt, so daß auch »The Second Death« hauptsächlich für Metal-Archäologen interessant ist.

Wer also die metallische Grabungsausrüstung auspacken möchte, wende sich an:

UNISOUND RECORDS
P.O. Box 66084
GR - 15510 Athens
Griechenland

unisound@acisgroup.gr


Stefan Glas

 
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VAVEL – Vavel (Re-Release)
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