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LEX LEGION – Lex Legion

MNRK HEAVY/SPV

Die Zahl derer, die es kaum noch erwarten können, nach einer mittlerweile fast 20-jährigen Veröffentlichungspause (diverse Compilations und Boxsets, sowie die im Jahr 2024 aufgelegte Single ›Spider Lilly‹ ausgenommen) endlich wieder einmal frischen Studiostoff in albumfüllender Länge von King Diamond in Empfang nehmen zu dürfen, erhalten mit LEX LEGION definitiv ihre amtliche Dosis Methadon. Doch nicht nur das Line-up dieser erst vor kurzer Zeit gegründeten Truppe dürfte vor allem (aber keineswegs ausschließlich!) bei Anhängern des "Diamantenkönigs" für erhöhte Blutdruckwerte sorgen. Unter diesem Banner haben sich mit Drum-Ikone Mikkey Dee, Bassist Hal Patino sowie den beiden Gitarristen Pete Blakk und Andy Larocque vier Musiker zusammengetan, die allesamt für mehr oder weniger kurze Zeit an der Seite des Kings musizierten. Und auch als Sänger wurde mit Nils K. Rue (Apropos: über ein neues PAGAN'S MIND-Album würden wir uns langsam auch freuen, schließlich stammt der immer noch "aktuelle" Studiodreher »Heavenly Ecstasy« aus dem Jahr 2011) ein nicht minder begnadeter, wie bekannter Mann rekrutiert, dessen Beitrag für ausreichend Eigenständigkeit sorgt. Seine Auswahl erfolgte mit Sicherheit auch deshalb, um zu gewährleisten, daß der Fünfer nicht von Vorneherein als "Diamond-Klon" abgestempelt wird.

Diese Gefahr besteht überhaupt nicht, denn die insgesamt neun Songs sind in Summe deutlich reduzierter ausgefallen, als man es erwarten hätte dürfen. Allen voran die für Alben des "King" typische Theatralik hat man vollends außen vor gelassen, und setzt stattdessen auf kraftstrotzendes, aber dennoch melodisches Liedgut, das direkt und kompromißlos in Richtung Hörerschaft abzielt. Das jedoch führt wahrscheinlich zum einzigen Makel dieses Drehers: Dem Umstand nämlich, daß die Spielzeit von »Lex Legion« mit nur knapp 35 Minuten wahrlich bescheiden ausgefallen ist.

Das hat sich allerdings nicht im geringsten auf die Qualität der Tracks ausgewirkt. Im Gegenteil, das Songmaterial ist - fast schon logisch, könnte man festhalten - in jener Epoche zu verorten und ähnlich schnörkellos ausgefallen, wie man es zu jener Zeit gewohnt war, als diese (damaligen) Jungs als Musiker und Songschreiber die Szene zu erobern begannen. Allerdings, und auch das darf nicht unerwähnt bleiben, hat man sehr wohl auch auf ein zeitgenössisches Klangbild Wert gelegt.

Kurzum, »Lex Legion« klingt definitiv nach einer routinierten Formation, zugleich aber auch nach einer, die es so richtig wissen will. Nummern wie ›Sleep Eternally‹ oder ›When The Stars Align‹ lassen schließlich nichts an jenen Ingredienzien vermissen, die man von Hymnen erwartet. Tracks wie ›Gypsy Tears‹ oder ›Darkness‹ scheinen zudem auf Nils' markante Stimme regelrecht zurechtgeschneidert worden zu sein, weshalb auch Freunde der eigentlichen Stammtruppe des Norwegers hier vollends auf ihr Kosten kommen. Hammerdebut!

http://www.facebook.com/officiallexlegion

super 14


Walter Scheurer

 
LEX LEGION im Überblick:
LEX LEGION – Lex Legion (Rundling-Review von 2026 aus Online Empire 107)
LEX LEGION – News vom 26.03.2026
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Anders "Andy LaRocque" Allhage
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Michael "Mikkey Dee" Delaouglou
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Peter "Pete Blakk" Jacobsson
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Hasse "Hal" Patino
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Nils K. Rue
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