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EVERGREY – Architects Of A New Weave
NAPALM RECORDS/UNIVERSAL
Seit mittlerweile 33 Jahren hält Tom S. Englund diese Formation nun schon am Laufen, und hat trotz nicht immer einfacher Umstände immerzu an EVERGREY, noch vielmehr aber wohl an sich selbst geglaubt. Selbst die unzähligen Besetzungswechsel haben den sympathischen Schweden niemals aus der Fassung bringen können, offenbar auch nach der Veröffentlichung des Vorgängeralbums »Theories Of Emptiness« nicht, als mal wieder ein neuer Drummer rekrutiert werden mußte. Der konnte in Person des Norwegers Simen Sandnes aber recht bald gefunden werden und ist auch längst ins Bandgefüge integriert. Auf dem mittlerweile 15. Studioalbum darf Simen nun seinen Studioeinstand feiern, und der ist ihm definitiv gelungen. Sein Spiel hat Wucht und Druck, ordnet sich aber logischerweise genauso dem jeweiligen Song unter, wie das bei dieser Truppe seit jeher Usus ist.
Schließlich geht es bei EVERGREY noch immer um das große Ganze, und nicht darum, sich als Musiker in den Vordergrund zu drängen. Daher ist es auch kaum verwunderlich, daß bislang noch keinerlei Bedarf von Tom und seiner Mannschaft (die sich nach dem Ende der Aufnahmen übrigens auch noch nach einem neuen Gitarristen umschauen mußten, da sich der langjährige Kollege Henrik Danhage fortan mehr um sein Familie kümmern möchte) gesehen wurde, sich als Band neu zu erfinden, obwohl sich man sich im Laufe der Jahre musikalisch sehr wohl gehörig weiterentwickelt hat. Auch für härtetechnische Ausflüchte oder Experimente besteht nach wie vor kein Grund, man zählt schließlich nicht umsonst mit zur Speerspitze des gleichermaßen melancholischen wie melodischen Progressive Metal.
Eine gewisse Eigenwilligkeit kann man der Band zwar nach wie vor nicht absprechen, ebensowenig aber auch ihre Kompetenz, selbst tieftraurige Songs so vorzutragen, daß beim Hören ein Gefühl der Geborgenheit entsteht. »Architects Of A New Weave« schließt mit Exponaten wie ›Leaving The Emptiness‹ oder ›The Prophecy‹ diesbezüglich nahtlos an vorherige Edelexponate an, und umgarnt die Hörerschaft einmal mehr mit erhabenem, fein arrangiertem Wohlfühl-Metal!
| super | 14 |
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