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  UE-Home → Online Empire 107 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → DOOMHERRE – »Plaguelords«-Review last update: 13.04.2026, 19:58:35  

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DOOMHERRE

Plaguelords

(10-Song-CD: Preis unbekannt)

Mit »Plaguelords« veröffentlicht das aus Stockholm stammende Trio DOOMHERRE sein zweites Langeisen. Die Jungs schienen ihre Songs zuletzt bevorzugt häppchenweise vorstellig zu machen, schließlich wurden mehrere der insgesamt neun Tracks bereits als Digital-Singles veröffentlicht. Nun aber läßt man einen Longplayer folgen, der übrigens auch als Vinyl-Edition zu haben ist. Das nur so nebenbei als Info für Sammler, wobei hinzuzufügen ist, daß die Jungs offenbar auch hohes Augenmerk auf Artwork und Covergestaltung legen. Ihr zweites Album läßt sich nämlich farblich und auch optisch durchaus als Fortsetzung des Debuts »Goatlord« betrachten.

Und genau das trifft auch auf die Musik des Dreigestirns zu, denn es gibt abermals eine satte Portion tonnenschwerer Sounds zu hören. Diese scheinen zu nahezu gleichen Teilen aus traditionellem Heavy Rock und Doom Metal der "alten Schule" zu bestehen, wissen aber auch, mit jeder Menge Stoner Rock-Zutaten zu gefallen. Die Erfahrung der drei Musiker (die sich in ihrer Vergangenheit bei so unterschiedlich gearteten Formationen wie LOBOTOMY, BLINDFOLD oder EYEKON in der Szene zu etablieren versucht haben) merkt man den Tracks an, das Material wirkt bei aller Abwechslung nämlich durchweg wohldurchdacht und fokussiert. Auf psychedelisch-ausschweifende Eskapaden wird ebenso verzichtet wie auf etwaige Selbstdarstellungen an den Instrumenten, auch wenn die Gitarrensoli definitiv gediegen ausgefallen sind und passend ins Gesamtbild integriert werden konnten.

Mitunter geht es für den dominierenden Stil zwar verhältnismäßig hurtig zur Sache, zumeist aber ist die Truppe im eher behäbigen, satt groovenden Heavy-Rock-Style unterwegs. Und exakt das wissen DOOMHERRE auch brillant, an den Hörer zu bringen. Tracks wie ›Stormfather‹, ›Hymn For Helios‹ oder ›Dead Ship Bay‹ sind obendrein überraschend eingängig ausgefallen und dürften den Schweden so manchen Platz in den Langzeitgedächtnissen der Zuhörerschaft sichern. Getoppt werden diese Ohrwürmchen aber dennoch. Und zwar vom schlicht faszinierend ausgefallenen Epos ›Wrath Of A Mountain God‹, dessen Bridge und Refrain wohl für die Ewigkeit ausgearbeitet wurden.

Ein fetter, ausgewogener Sound rundet das überaus positive Gesamtbild von »Plaguelords« gekonnt ab. Ergo: Thumbs up!

http://www.facebook.com/doomherre/

positive Plage


Walter Scheurer

 
DOOMHERRE im Überblick:
DOOMHERRE – Plaguelords (Do It Yourself-Review von 2026 aus Online Empire 107)
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Max Collin
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Daniel Strachal
Link zur Übersichtsbox für den beteiligten Musiker:
Victor Takala
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