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CARNAL FORGE – The Fractured Process (CD-EP)
VICISOLUM PRODUCTIONS/ROUGH TRADE
Der Name dieser Truppe sollte noch geläufig sein, auch wenn es nach einer überaus veröffentlichungsstarken Frühphase zuletzt ziemlich still geworden war um diese Schweden. Zwar kam 2019 mit »Gun To Mouth Salvation« der insgesamt siebente Longplayer in der Karriere auf den Markt, davor lagen allerdings ganze zwölf Jahre, in denen die Formation kein Album veröffentlicht hat. Mit »The Fractured Process« kredenzt die Truppe - zu der aktuell, nachdem Bassist Lars Linden im Mai dieses Jahres seinen Kampf gegen den Krebs endgültig verloren hat, nur noch Gitarrist Petri Kuusisto, der seit 2001 zur Band zählt, und der erst kurz vor den Aufnahmen zur letzten Studioscheibe zur Formation gestoßene Sänger Tommie Wahlberg zählen - sehr zur Freude der langjährigen Anhängerschaft doch noch ein weiteres, definitiv auch wertiges Werk. Allerdings auch ein zugegebenermaßen verdammt kurzes, denn die drei Tracks bringen es gerade einmal auf knapp über zehn Minuten Spielzeit. Das wiederum läßt sich zumindest als konsequente Fortsetzung des bisherigen Schaffens bezeichnen, denn CARNAL FORGE standen seit jeher für deftigen Thrash Metal der technisch versiert dargebotenen Manier. Diesem war zudem mal mehr, mal weniger Death Metal beigemengt worden, woran sich ebensowenig geändert hat.
Während er Einstieg ins Geschehen mit ›The Final Enemy‹ in gewohnt brachialer Gewalt und mit hohem Tempo aus den Boxen geballert kommt, geht es im anschließenden ›Fragment Of Sanity‹ deutlich abwechslungsreicher und einer Extraportion Groove zur Sache. Nach einem eher gemächlichen, jedoch bedrohlich klingenden Beginn, nimmt der Track allmählich Fahrt auf. Sobald der Gesang einsetzt, wird das Tempo aber wieder gedrosselt, was der an sich eher derben Vortragsweise von Tommie sehr zugutekommt. Die Hookline fräst sich zwar nicht auf Anhieb, zumindest aber nach mehreren Versuchen ins Gedächtnis, und zudem fühlt man sich an LAMB OF GOD erinnert, weil deren Randy Blythe nicht unähnlich ins Mikro röhrt. Mit dem finalen ›Ready To Burn‹ gibt es abermals eine amtliche Dosis heftiges Gebretter zu vernehmen. Nichtsdestotrotz lebt diese Nummer von jener Art einprägsamer Gitarrenmelodien, für die wir die Schweden vor mittlerweile gut 25 Jahren schätzengelernt haben.
Bleibt bloß noch zu hoffen, daß Petri und Tommie nicht aufgeben, und die beiden in Bälde eine Besetzung für etwaige Gigs finden können. Ich bin ganz sicher, ihr langjähriger Kollege Lars hat Ihnen seinen Segen zum Weitermachen gegeben.
http://www.facebook.com/carnalforge
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