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Mutz AND THE BLACKEYED BANDITZ – Stardust

CARGO

Selbst wenn es in letzter Zeit verdächtig ruhig um das Thrash-Geschwader DRONE geworden ist, kann die norddeutsche Formation auf eine durchaus treue Fanschar blicken. Diese hat sich die Truppe um Gitarristen und Sänger Moritz "Mutz" Hempel allerdings redlich verdient. Schließlich haben DRONE hart dafür gearbeitet und waren bemüht, jedes der bislang veröffentlichten vier Alben auch entsprechend auf den Bühnen vorstellig zu machen.

Warum auch immer seit fast acht Jahren kein neues Album von der Band eingespielt wurde, weiß man zwar nicht, an mangelnder Motivation des Frontmannes kann es definitiv nicht liegen. Der hat sich in der letzten Dekade nämlich durchaus erfolgreich als Solokünstler versucht, und legt nun zusammen mit vier Mitstreitern als Mutz AND THE BLACKEYED BANDITZ ein neues Werk vor. Da er seit jeher auch ein Faible für düstere Singer/Songwriter-Klänge hat, und zudem auch an traditionellen Americana-Sounds und Country Gefallen findet, hat »Stardust«, wie nicht anders zu erwarten, nichts mit Metal am Hut. Zu rocken versteht die Formation aber sehr wohl, auch wenn der lässig-rauhe, im deftigen Southern Rock mit viel Groove aus den Boxen donnernde Opener ›Hammer Of The Gods‹ im Endeffekt sogar ein wenig irritiert. Dermaßen drückend und heftig geht es in weiterer Folge nämlich nicht mehr zur Sache, auch wenn mitunter sehr wohl gerockt wird. So etwa im Titelsong, einem weiteren Ohrwurm der Extraklasse.

Die meiste Zeit jedoch regieren eher düstere, aber dennoch entspannt vorgetragenen Klänge dieses Album, deren Fundament im Country und im Blues zu verorten ist. Daß Mutz das Werk eines Jonny Cash zu schätzen weiß, wird im Verlauf der Spielzeit ebenso offenkundig, wie die Tatsache, daß der Kerl mit seiner Stimme für wesentlich mehr Abwechslung zu sorgen versteht, als man das von DRONE gewohnt ist. Zwar enthält die Scheibe mit dem folkloristisch angelegten ›Through The Night‹ und dem zwingenden ›Cougar On A Leash‹ leider nur noch zwei weitere Hookline-Granaten, der Gesang kommt jedoch auch in den nicht ganz so packenden Tracks überaus intensiv aus den Boxen. »Stardust« läßt sich demnach zwar nicht als "Oberhammer", auf jeden Fall als durchaus gelungene Scheibe bezeichnen.

Und abgesehen davon definitiv auch als Album, auf dem "Mutz" und seine Kollegenschaft Vielseitigkeit und songschreiberische Kompetenz unter Beweis stellen. Respekt!

Am Umstand, daß wir uns über ein neues DRONE-Album sehr freuen würden, ändert das aber nichts...

http://www.mutzmusic.de/

gut 10


Walter Scheurer

 
Mutz AND THE BLACKEYED BANDITZ im Überblick:
Mutz AND THE BLACKEYED BANDITZ – Stardust (Rundling-Review von 2022)
© 1989-2022 Underground Empire


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