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GUILD OF OTHERS – Guild Of Others

LOUDER THAN LOUD RECORDS

Nicht zuletzt aufgrund der wahrlich beeindruckenden Gästeliste, in der sich Namen wie Mike Sadler, Craig Goldy, Tony Franklin und Derek Sherinian finden lassen, läßt sich hier wohl eher von einem Projektalbum sprechen. Noch mehr, weil lediglich Gitarrist Steve Potts und Schlagzeuger Tom Wallace als "Line-up" angegeben werden. Doch wie auch immer, mit diesem Dreher sollte sich der Name GUILD OF OTHERS definitiv nachhaltig in der Szene etablieren, denn das vorliegende Debut weiß in der Tat zu überzeugen.

Die beiden Protagonisten haben sich auf progressive Sounds eingeschworen, und wissen, diesen auf vorliegendem Dreher in variantenreicher Machart darzubieten. Diese reicht von um poppige Elemente angereicherten ProgRock mit dezentem UK-Einschlag, über hochemotionale Seelenschmeichler bis hin zu überraschend hart und groovigen Kompositionen. Daß neben Mark Hammond mit Henrik Bath (›Balance‹) und Mike Sadler (›Elysium‹) unterschiedliche Sänger zum Einsatz kommen, erhöht die Abwechslung ebenso wie die Spoken Word-Beiträge von Michael und Lynette Bruce in ›Memento‹.

Das Kunststück, daraus ein Album zu kreieren, das dennoch wie aus einem Guß klingt, ist Steve und Tom samt ihrer Kollegenschaft jedoch locker gelungen. Nachzuvollziehen nicht nur dadurch, daß kein Ausfall auf »Guild Of Others« zu verzeichnen ist, sondern auch, weil sich trotz unterschiedlicher Vortragsweise, Atmosphäre, Stimmung und Härtegrad im Laufe der Spielzeit sehr wohl eine markante Eigennote herauskristallisiert. Diese ist zum einen dem, zwar technisch überaus versierten, jedoch durchweg songdienlichen Gitarrenspiel anzumerken, das mehrfach auch für prägnante Melodiebögen sorgt (›Veil Of Insanity‹ entwickelt sich trotz des Umstandes, als Prog-Achterbahnfahrt angelegt zu sein, zum Ohrwurm!), zuzuschreiben. Als nicht minder essentiell für den Wiedererkennungswert der Scheibe erweisen sich aber auch die griffigen Hooks.

Auch davon versteht das Songwritingteam nämlich einiges. Egal, ob in heftigen Prog-Metal-Sphären auf die Tube gedrückt wird, wie das in ›Other Side‹ der Fall ist, oder die Formation mit emotionsgeladenem Material am Start ist (›Always There‹), die Tracks fräsen sich allesamt ins Langzeitgedächtnis.

Kurzum, ein cooles Album, das man gehört haben sollte, wenn man für melodiösen Prog-Metal etwas übrighat!

https://www.guildofothers.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
GUILD OF OTHERS im Überblick:
GUILD OF OTHERS – Guild Of Others (Rundling-Review von 2022)
© 1989-2022 Underground Empire


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