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DRAGONBREATH – The Awakening

RAFCHILD RECORDS

Der Bandname läßt sofort an OMEN denken, und die Zyprioten machen auch gar kein Hehl daraus, sich an dieser US-Metal-Legende zu orientieren. Allerdings sind Kenny Powell und seiner Kohorte nicht die einzige Referenz, die hier zu nennen ist. Im Verlauf der Spielzeit kommen nämlich auch noch viele weitere Szenegrößen als Einflußquellen zum Vorschein. Diese stammen obendrein von beiden Seiten des Atlantiks, wobei man sich offenbar bevorzugterweise an britischen Gitarrenmelodien orientiert, diese jedoch versucht, in dramaturgisch spannend inszenierte US-Metal-Epen zu integrieren.

Der seit etwas mehr als eine Dekade aktive Fünfer aus Nicosia hat sich also dem "Edelstahl" in traditioneller Machart verschrieben, und versteht es, diesen auch auf gelungene und mitreißende Weise darzubieten. Eine Neuerfindung des Heavy Metal darf man zwar von DRAGONBREATH nicht erwarten, auf allzu plumpe Klischees wird jedoch verzichtet.

Auch in lyrischer Hinsicht, denn diese Jungs nehmen statt etwaiger Fantasy-Geschichten vorwiegend Themen mit mythologischem oder historischem Hintergrund als Grundlage. So kommen etwa ›Thermopylae‹ oder ›Achilles Revenge‹ zwar mit martialischem, aber dennoch geschichtlich fundiertem Text aus den Boxen. Noch intensiver kommt ›1974‹ daher, in dem es um die Ursache und den Ursprung des Zypern-Konflikts in eben diesem Jahr geht. Das alles wurde in präzise Riffs verpackt und wird mit fein abgestimmten Harmoniegitarren kredenzt. Mitunter klingt die Chose auch sehr edel arrangiert, wie das phasenweise an frühe David DeFeis-Grandezza erinnernde ›Zillak‹ am Ende der abwechslungsreichen knapp 45 Minuten Spielzeit beweist.

Keine Frage, den Namen DRAGONBREATH sollte man sich notieren!

http://www.facebook.com/dragonbreathcyprus

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
DRAGONBREATH im Überblick:
DRAGONBREATH – The Awakening (Rundling-Review von 2022)
© 1989-2022 Underground Empire


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