UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → Online Empire 89 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → OUTLAW DEVILS – »The Bastard Sons Of Rock N' Roll«-Review last update: 05.12.2021, 22:14:01  

last Index next

OUTLAW DEVILS – The Bastard Sons Of Rock N' Roll

DSN MUSIC (Import)

Der Bandname läßt zunächst eher an eine Bikergang denken, Zweiräder stehen hier jedoch nicht im Mittelpunkt. Mit Vollgas geht es allerdings sehr wohl zur Sache, wenn auch nicht permanent. Der Albumtitel »The Bastard Sons Of Rock N' Roll« hält aber dennoch, was er verspricht, denn kunstvolle Klänge sind definitiv nicht das Metier dieser Formation.

Nicht mal ansatzweise. Hemdsärmelig dargebotener Heavy Rock der "alten Schule", mitunter aufgepeppt um dezente Sleaze-Anleihen, und ab und zu mit einer gehörigen Southern Rock-Schlagseite versehen, steht auf der Agenda von OUTLAW DEVILS. Die Formation läßt im Verlauf der kurzweiligen Spielzeit an TWISTED SISTER ebenso denken wie an QUIET RIOT oder THE DEAD DAISIES, weiß aber auch, mit vergleichsweise zeitgemäßem Groove in der Art von BLACK STONE CHERRY aufzufahren. Handwerklich wirkt alles sauber und professionell gespielt, und auch was den Sound betrifft, gibt es nichts auszusetzen. Das ist insofern nachvollziehbar, da die Band aus gestandenen Recken besteht, die zum Teil bereits in den 80er Jahren zusammen Musik gemacht haben. Auch Hooks, gepflegte Melodien und schmissige, auf Anhieb mitsingbare Refrains gibt es reichlich zu vernehmen, und zudem lassen sich einige der Tracks wohl auch als potentielle Hitkandidaten betrachten.

Zumindest bekommt man einige der Nummern so schnell nicht mehr aus dem Gedächtnis. Allen voran das an das Frühwerk von Dee Snider und Co. erinnernde ›Skin To Skin‹, den bedrohlich kriechenden Stampfer ›Night Groove (Vampire's Kiss)‹ und ›All Time High‹, das abgesehen vom deutlich rauheren Gesang durchaus Reminiszenzen an SKID ROW aufkommen läßt. Aber auch der Rest geht gut ins Ohr und stellt sich zudem als überaus Party-kompatibel heraus. »The Bastard Sons Of Rock N' Roll« ist demnach als unterhaltsames, solides Album zu sehen, auf dem sich lediglich das an den Schluß gestellte, leider viel zu heftig und roh ausgefallene C.C.R.-Cover ›Fortunate Son‹ als verzichtbar herausstellt.

http://www.facebook.com/outlawdevilsofficial

gut 11


Walter Scheurer

 
OUTLAW DEVILS im Überblick:
OUTLAW DEVILS – The Bastard Sons Of Rock N' Roll (Rundling-Review von 2021)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Ein geniales, superwitziges Buch, das jeder Metaller kennen muß!
Button: hier