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IRON LIZARDS – Hungry For Action

THE SIGN RECORDS/SOULFOOD

Diese Band wurde 2015 gegrĂŒndet, um den UrvĂ€tern der Punkszene ebenso Tribut zu zollen, wie den AushĂ€ngeschildern des in den 90er Jahren aufkommenden "Action Rock". Dieses Vorhaben ist dem aus Paris stammenden Trio IRON LIZARDS offenbar schon auf mit seiner bald danach veröffentlichten ersten EP ganz gut gelungen, schließlich war die Resonanz darauf durchaus positiv. Auch die in den Jahren danach absolvierten Gigs im Vorprogramm von Formationen wie ZEKE oder MAMMOTH MAMMOTH haben die Aufmerksamkeit auf die Burschen gelenkt, weshalb diese Band lĂ€ngst nicht mehr unbekannt ist. Mit dem aussagekrĂ€ftig betitelten »Hungry For Action« liefern Elio (v, g), Valentin (b) und Kevin (d) nun ihren ersten Longplayer, und sind natĂŒrlich bestrebt, an den bisherigen Lauf anzuknĂŒpfen.

Zwar ist die Spielzeit des Drehers mit 27 Minuten nicht gerade ĂŒppig ausgefallen, anderseits geht es in den zwölf Songs dermaßen heftig zur Sache, daß der Energiehaushalt des Hörers dennoch bestens bedient wird, und quasi dem Albummotto folgend in "Action" gerĂ€t. Vorausgesetzt jedoch, man nimmt einen Sound in Kauf, auf den der Terminus "Garage" definitiv zutrifft, jede Menge RĂŒckkoppelungen der Gitarre zu hören sind, und das Schlagzeug mitunter gehörig poltert und scheppert. Daß bei derlei KlĂ€ngen nicht unbedingt mit Hochglanz-Produktionen zu rechnen ist, sollte jedoch klar sein, ebenso, daß Elio nicht zwingend zu den Barden zĂ€hlt. Seine Sache macht der Kerl aber dennoch gut, denn seine Performance paßt einfach perfekt zu den ebenso schnoddrig wie rotzig runtergeschrubbten Songs.

Kein Zweifel, diese Franzosen haben Spaß an der Arbeit und sind ĂŒberzeugte Fans von THE STOOGES, MC 5, THE HELLACOPTERS und den BACKYARD BABIES. Und auch fĂŒr Lemmy dĂŒrften sie ab und zu eine Kerze entzĂŒnden, denn sie poltern ebenso mit Krach und Radau durch ihr Programm und scheren sich ganz offensichtlich um nichts und niemanden. Zwar hĂ€tte man dennoch auch so manche Hookline mehr in die Nummern integrieren können, doch zumindest das von einer besonders fies verzerrten Gitarre eingeleitet â€șRip It Upâ€č, das mit dreckig-rĂ€udiger MOTÖRHEAD-Schlagseite aus den Boxen donnernde â€șObey Annihilateâ€č, das von rĂ€udigen Riffs und einer amtlichen Dosis frĂŒhen Hardcore geprĂ€gte â€șMonster Heroâ€č sowie die an den Schluß gestellte Bandhymne, frĂ€sen sich auf Anhieb ins LangzeitgedĂ€chtnis. Die anderen Nummern benötigen dafĂŒr zwar deutlich lĂ€nger, entpuppen sich aber zumindest als kurzweilige Spaßspender.

http://www.facebook.com/ironlizards

gut 10


Walter Scheurer

 
IRON LIZARDS im Überblick:
IRON LIZARDS – Hungry For Action (Rundling)
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