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”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  PENDRAGON (GB, Stroud)-Rundling-Review: »The World« & »Window Of Life«

Date:  20.10.1993 (created), 07.12.2021 (revisited), 07.12.2021 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment: 

Bewertung aus heutiger Sicht:

19


Zusätzlicher Kommentar: 

Ach ja, und für den »Window Of Life«-Track ›Walls Of Babylon‹ könnte man locker die doppelte Punktzahl vergeben, denn diese Nummer ist eines der unfaßbarsten Prog-Erlebnisse aller Zeiten.

Supervisor:  i.V. Stefan Glas

 
 

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PENDRAGON (GB, Stroud) – The World

PENDRAGON (GB, Stroud) – Window Of Life

TOFF RECORDS/SPV

Diesen Silberling in passende Worte zu kleiden, ist kein leichtes Unterfangen. Wer bin ich Wicht schon, daß ich mich wage, dieses 60-minütige Kleinod zu kritisieren? Ich müßte ein Poet sein. Trotz allem gehe ich das Wagnis ein, die Kritik zu verfassen. Kompositionen, so mächtig und packend, so viel ausdrückend, so voller Emotionen... Ich werde schon bei den ersten Tönen davongetragen, in eine ferne Dimension. Ja, ich finde mich in der Märchenwelt wieder, die auf dem Cover abgebildet ist. Schwebe ich auf den Wolken, oder liege ich an dem Ufer jenes Flußes? Leider muß ich meinen Trip abbrechen und wieder in unsere kalte Welt zurückkehren. PENDRAGON haben sich dem symphonischen, getragenen und sehr gefühlvollen ProgRock verschrieben. Für mich stellt diese CD den absolut besten Progressive Rock dar, der je an mein Ohr drang. Vergleichbar mit älteren MARILLION-Werken, als ein gewisser Fish noch das Mikro schwang - obwohl PENDRAGON sämtliche (!) Werke von Fish & Co. übertreffen. Das soll schon was heißen. Wer nun glaubt, daß ich übertreibe, der soll sich beispielsweise das über zwölf minütige ›The Voyager‹ anhören; eines der ergreifendsten Werke der Rockgeschichte. Was hier an phantastischen Melodiebögen und kompositorischer Klasse geboten wird, ist der Wahn. Nicht minder niveauvoll das 21-minütige ›Queen Of Hearts‹, welches trotz der Spieldauer nie langweilig wird und einen super Aufbau besitzt. Man wird von dieser Gefühlswand gefesselt und gegen Ende nahezu erdrückt. Auch wunderschön sind die langen, verträumten Instrumental-Parts, die für diese Stilrichtung ja sehr wichtig sind. PENDRAGON sind wahre Götter der Melodiefindung und Meister des Spannungsaufbaus. Das atmosphärische ›Shane‹ erinnert mich eher etwas an PINK FLOYD und spielt mit meinen Gefühlen, so daß ich beinahe wieder in die Dimensionen des Traumes abgedriftet wäre. Auch die weiteren drei Songs, der starke Opener ›Back In The Spotlight‹, das dramatische ›Pryer‹ und das ruhige abschließende ›And We'll Go Hunting Deer‹ besitzen ein Niveau, das Maßstäbe setzt. Zu erwähnen bleibt noch der spitzenmäßige Gesang von Mastermind Nick Barrett, der alle Songs im Alleingang geschrieben hat! Wer mal etwas anderes als nur Heavy Metal hören möchte, dem ist dieses Opus nur zu empfehlen. Wenn nur einer meinem Apell folgen sollte, bin ich reich belohnt. Gebt dieser göttlichen Band eine Chance. An dieser genialen CD stimmt einfach alles. Angefangen bei dem genialen Cover bis hin zu den Texten, der sehr guten Produktion, der Überlänge, etc. Eigentlich müßte ich die Höchstnote für dieses Meisterwerk vergeben, doch ich warte auf die nächste PENDRAGON! Eine Steigerung ist jedoch kaum noch möglich!

Was ich schon über das suberbe »The World«-Album gesagt habe, trifft auch auf das langerwartete Nachfolgewerk »Window Of Life« zu. Stilistisch ist man dem "alten" Sound treugeblieben. Die Songs sind wieder teilweise recht lang, besitzen die schönsten Melodiebögen, die man sich nur vorstellen kann und gehören mit zum besten, was die gesamte Rockwelt zu bieten hat. Ich war fast sechzig Minuten in einem tranceartigen Zustand aus dem ich nur schwer wieder in diese Dimension zurückkehrte. Wahnsinn! Besonders ›Walls Of Babylon‹ hat es mir angetan. Der Anfang erinnert mich an PINK FLOYD zu »Wish You Were Here«-Zeiten. Der Refrain ist einfach nur gigantisch! ›Ghosts‹ ist ebenfalls ein geheimnisvoller, packender, emotionaler Supersong. Das danach folgende ›Breaking The Spell‹ ist schwer in Worte zu kleiden, einfach wunderbar! Dieser Aufbau und die atmosphärische Gitarre, wow! Bei diesem Song knistert die Spannung unheimlich! Auch ›Last Man On Earth‹ ist weitaus mehr als gewöhnlich, mit einem Nick Barrett in Höchstform am Mikro. Diesen Mann als musikalisches Genie zu bezeichnen, ist wohl nicht unbedingt an den Haaren herbeigezogen. Dieser Track ist verhältnismäßig ruhig, bis ziemlich zum Ende hin ein Speedpart folgt und ein ungewöhnlicher Break mit Mundharmonika und Banjo für einen kurzen Country & Western-Touch sorgt. Cool! Auch ›Nostradamus‹ und ›Am I Really Losing You‹ bringen besten "Erwachsenenrock", wie sich Kollege Westrich desöfteren ausdrückt. Ein Meilenstein moderner Rockmusik fernab jeglicher Schubladen. Auch wenn man PENDRAGON dem progressiven Rock zuschreiben kann, müßten sich doch weitaus mehr Menschen angesprochen fühlen. Ich kann für beide CDs nur 19 hyperfette Punkte geben.

http://www.pendragon.mu/

genial 19


Ralf Henn

 
PENDRAGON (GB, Stroud) (Besetzung auf beiden Releases) im Überblick:
PENDRAGON (GB, Stroud) – Believe (Rundling-Review von 2006)
PENDRAGON (GB, Stroud) – Not Of This World (Rundling-Review von 2001)
PENDRAGON (GB, Stroud) – Passion (Rundling-Review von 2011)
PENDRAGON (GB, Stroud) – Passion (Rundling-Review von 2011)
PENDRAGON (GB, Stroud) – Pure (Rundling-Review von 2009)
PENDRAGON (GB, Stroud) – The World (Rundling-Review von 1994)
PENDRAGON (GB, Stroud) – Window Of Life (Rundling-Review von 1994)
PENDRAGON (GB, Stroud) – ONLINE EMPIRE 32-"Living Underground"-Artikel
PENDRAGON (GB, Stroud) – News vom 21.03.2008
andere Projekte des beteiligten Musikers Nick Barrett:
KOMPENDIUM – Beneath The Waves (Rundling-Review von 2012)
Mick Pointer – News vom 19.02.2008
andere Projekte des beteiligten Musikers Peter Gee:
Peter Gee – News vom 27.09.2004
Clive Nolan & Oliver Wakeman – Jabberwocky (Rundling-Review von 2000)
John Wetton – Rock Of Faith (Rundling-Review von 2003)
John Wetton – Rock Of Faith (Rundling-Review von 2003)
Michelle Young – Marked For Madness (Rundling-Review von 2002)
andere Projekte des beteiligten Musikers Clive Nolan:
ARENA (GB) – Contagion (Rundling-Review von 2003)
ARENA (GB) – Live & Life (Rundling-Review von 2005)
ARENA (GB) – Pepper's Ghost (Rundling-Review von 2004)
ARENA (GB) – Songs From The Lions Cage (Rundling-Review von 1995)
ARENA (GB) – The Unquiet Sky (Rundling-Review von 2015)
ARENA (GB) – The Visitor (Rundling-Review von 1998)
ARENA (GB) – ONLINE EMPIRE 19-"Eye 2 I"-Artikel: »Caught In The Act«
ARENA (GB) – News vom 24.07.2014
ARENA (GB) – News vom 22.08.2014
AYREON – Into The Electric Castle (Re-Release-Review von 2005)
AYREON – Universal Migrator - Part I & II (Re-Release-Review von 2004)
BLIND EGO – Mirror (Rundling-Review von 2007)
CAAMORA – News vom 10.11.2008
CASINO – Casino (Rundling-Review von 1994)
Tracy Hitchings – From Ignorance To Ecstasy (Rundling-Review von 1994)
NEO (GB, Southampton) – News vom 21.11.2007
Clive Nolan & Oliver Wakeman – Jabberwocky (Rundling-Review von 2000)
SHADOWLAND (GB, Virginia Water) – Through The Looking Glass (Rundling-Review von 1994)
SHADOWLAND (GB, Virginia Water) – ONLINE EMPIRE 43-"Eye 2 I"-Artikel: »Edge Of Night«
SHADOWLAND (GB, Virginia Water) – News vom 10.11.2008
STRANGERS ON A TRAIN – The Key - Part II: "The Labyrinth" (Rundling-Review von 1994)
John Wetton – Rock Of Faith (Rundling-Review von 2003)
John Wetton – Rock Of Faith (Rundling-Review von 2003)
Michelle Young – Marked For Madness (Rundling-Review von 2002)
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