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  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → MORTUARY DRAPE – »Into The Drape«-Review last update: 10.04.2019, 06:10:39  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  MORTUARY DRAPE-Rundling-Review: »Into The Drape«

Date:  20.10.1993 (created), 18.01.2022 (revisited), 18.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment: 

Bewertung aus heutiger Sicht:

10

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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MORTUARY DRAPE – Into The Drape

DECAPITATED (Import)

Mein Gott, was sind wir evil, und was sind wir doch für böse Jungs! Hängen in der Kirche ab, tragen schwarze Kutten, bemalen uns ganz erschröcklich und lassen uns dabei ablichten, damit wir auch eine Lachnummer für das Backcover unserer ersten CD haben. Die haben wir nämlich gerade fertig, und da ist alles so ungeheuer tierisch ernst drauf, so daß wir wenigstens optisch für ein wenig Belustigung sorgen...

Himmel, Arsch und Donnerbalken! Auch wenn man versucht, mit Sprüchen wie "Black Metal - Die Faszination des Bösen" und großen Artikeln in mehr oder minder großen Mägs, aus diversen Musikern, Halbmusikern, Nichtmusikern und Antimusikern mit verdrehten Weltbildern einen Trend zusammenzuschustern, so bleibt es doch eine Tatsache, daß solche Kindereien vor nahezu zehn Jahren bei den Herren Cronos, Mantas und Abaddon (nannten sich damals VENOM, sofern Ihr diese Zeit nur aus dem Sandkasten heraus erlebt habt - Red.) noch interessant bis witzig, weil neu, waren. Aber bekanntlich werden allenfalls gute Weine mit zunehmendem Alter besser, keinesfalls aber schlechte Imagekisten. Doch lassen wir den Jungs ihr schelmisches Vergnügen mit dem gehörnten Onkel und kommen zur Musik.

Jetzt bin ich gerade so schön beim Lästern und hätte Bock weiterzumachen. Aber nein, schon wieder muß ich mich aufregen (ist in meinem Alter gar nicht gut... - Red.), weil ich abrupt gebremst werde, denn die Musik von MORTUARY DRAPE ist alles andere als schlecht. Im Gegenteil. Ich werde von Tönen beschallt, die sich mit einem Begriff wie Death Metal überhaupt nicht decken wollen. Nein, MORTUARY DRAPE sind im Thrashlager beheimatet, können gute Gitarrenarbeit aufweisen und gesangsmäßig definitiv thrashkompatibel klingen. Ansonsten gibt es noch Akustikteilstrecken und die mittlerweile recht beliebten Scherzchen, die man heutzutage mit Samplings in Nullkommanix zaubern kann. Ergo, auch MORTUARY DRAPE sind nicht die revolutionäre Evolution des schwarzen und tödlichen Metal, aber sie kommen echt gut rüber, auch wenn »Into The Drape« nur durchschnittlich produziert ist. Nachdem Panos vom DECAPITATED-Magazin also in ROTTING CHRIST eine wirklich gelungene Death Metal-Band ausgegraben hatte, schiebt er in MORTUARY DRAPE einen fast genauso interessanten Act nach. Daher sei diese 5-Song-CD all' jenen unter Euch empfohlen, die auf brachiale Töne ohne Noisegenerve stehen. Man ordere für 35,- DM bei:

gut 10


Stefan Glas

 
MORTUARY DRAPE im Überblick:
MORTUARY DRAPE – Into The Drape (Rundling-Review von 1994)
MORTUARY DRAPE – News vom 22.07.2019
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