UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → Online Empire 88 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → FOREIGN – Â»The Symphony Of The Wandering Jew Part II«-Review last update: 12.09.2021, 18:22:16  

last Index next

FOREIGN – The Symphony Of The Wandering Jew Part II

PRIDE AND JOY MUSIC/EDEL

Es war 2014 als der französische Musiker Ivan Jacquin erstmals unter dem Banner FOREIGN in Erscheinung getreten ist. Auf »The Symphony Of The Wandering Jew« hatte er symphonischen Rock dargeboten, den er zusammen mit diversen französischen Musikern auf gediegene Weise zelebrierte. Die Besonderheit lag an der Tatsache, daß der rein instrumental gehaltene, und wohl mit Bedacht "Part I" betitelte Dreher tatsĂ€chlich nach einer "Wanderung" durch unterschiedliche Regionen anmutete. Und zwar deshalb, weil Ivan und seine Kollegen sich durch die Verwendung von fĂŒr Rockmusik eher unkonventioneller GerĂ€tschaft wie Duduk und Dulcimer mehrfach in Richtung World Music orientierten. In den letzten Jahren scheint der generell an mehreren Fronten aktive Franzose mit der musikalischen Fortsetzung der Geschichte schwer beschĂ€ftigt gewesen zu sein. Wobei die musikalische Umsetzung von "Part II" allein gar nicht den Löwenanteil in Anspruch genommen haben dĂŒrfte. Denn so toll und beeindruckend es auch klingt, wenn ein KĂŒnstler an die 40 Gastmusiker fĂŒr ein Projekt begeistern kann, muß es erst einmal bewerkstelligt werden, diese in einem ĂŒberschaubaren Zeitrahmen um ihre BeitrĂ€ge zu bitten. Von den daran anschließenden weiteren TĂ€tigkeiten, wie dem Arrangieren der Tracks ganz zu schweigen. Doch der Komponist, Keyboarder und SĂ€nger hat keine MĂŒhen gescheut (und wohl auch keine Kosten), um unter anderem Mike LePond fĂŒr den Baß, Drummer Leo Margarit und Zak Stevens, Andy Kuntz und Tom Englund als SĂ€nger mit dabei zu haben. Was auch immer Ivan dafĂŒr unternehmen hat mĂŒssen - es hat sich definitiv gelohnt. Die Spielzeit erweist sich nĂ€mlich nicht nur als ĂŒberaus kurzweilig, unterhaltsam und spannungsgeladen, man merkt unter anderem in den detailverliebten Arrangements auch, wie viel Herzblut in FOREIGN steckt.

Die Geschichte, die auf dem Buch "Histoire Du Juif Errant" von Jean d'Ormesson basiert, handelt in diesem Teil von der weiteren Reise des zu ewigem Leben verdammten Protagonisten Ahasver. Der zieht von â€șYerushalaĂŻmâ€č (so berĂŒhrend hat Zak seit »Wake Of Magellan« nicht mehr geklungen!) durch den hohen Norden (â€șMariner Of All Seasâ€č bemĂŒht sich leider ein wenig zu sehr um Seefahrer-Romantik, entpuppt sich aber eher als purer Kitsch) und die â€șHoly Landsâ€č (ein Instrumental, das auf jegliche Rockzutaten verzichtet, aber perfekt in den Konsens paßt) in Richtung der französischen Revolution, und zwar in Form des Symphonic Metal-Elaborats â€șRevolutionsâ€č mit einer Extraportion Dramatik.

Die Story selbst mag zwar abstrus klingen, konnte musikalisch aber auf jeden Fall bemerkenswert umgesetzt werden. Daher werden selbst ansonsten an Rockopern nur mĂ€ĂŸig interessierte Zeitgenossen, zumindest phasenweise Gefallen an diesem, in jeder Weise ĂŒppigen Werk und seiner cineastischen Darbietung haben.

Wann auch immer Ivan gedenkt, die als Trilogie angedachte Story zu finalisieren, die weitere Fortsetzung lĂ€ĂŸt Großes erwarten.

http://www.facebook.com/foreignrockoperafrance/

gut 11


Walter Scheurer

 
FOREIGN im Überblick:
FOREIGN – The Symphony Of The Wandering Jew Part II (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Die UE-Gag-Ecke... "Wie bekommt man einen SÀnger auf 2,0 Promille?" Die Lösung...
Button: hier