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TEMPLE BALLS – Pyromide

FRONTIERS RECORDS/SOULFOOD

Beim dritten Album ist diese finnische Truppe inzwischen angelangt, und darf damit zugleich ihren Einstand bei FRONTIERS MUSIC feiern. FĂŒr das internationale Ansehen von TEMPLE BALLS sollte sich das auf jeden Fall auswirken, auch wenn das Quintett bereits in der Vergangenheit durchaus UnterstĂŒtzung bekam und sich unter anderem als Supportact von SONATA ARCTICA Fans in vielen Teilen Europas erspielen konnte. Das hat der FĂŒnfer aber auch mit den bisherigen beiden Alben geschafft, nicht zuletzt, weil die Burschen mit einer griffigen Melange aus US-Hard Rock und skandinavischem Melodic/Hard Rock einen ĂŒberaus positiven Eindruck hinterlassen konnten. An der Herangehensweise und stilistischen Ausrichtung hat sich definitiv nichts geĂ€ndert, und auch die zwei Jahre Abstand zwischen den Veröffentlichungen hat man beibehalten. So gesehen war durchaus vorherzusehen, was uns mit »Pyromide« erwarten wird.

Der Einstieg ins Geschehen mit â€șThunder From The Northâ€č fĂ€llt auch erwartungsgemĂ€ĂŸ aus, allerdings scheint sich die Formation dafĂŒr doch ein wenig zu sehr an HARDCORE SUPERSTAR orientiert zu haben. Da sich die Nummer jedoch als Ohrwurm der Extraklasse entpuppt, ist anzunehmen, daß sich die Band damit eine Menge neuer Fans erspielen kann. Davon ist generell auszugehen, auch wenn hinzugefĂŒgt werden muß, daß sich TEMPLE BALLS auch in weiterer Folge mehrfach viel zu deutlich an Genrekollegen orientieren.

So dĂŒrften fĂŒr â€șLong Ways, Long Liesâ€č H.E.A.T. Pate gestanden haben, was durchaus nachvollziehbar ist, hat deren Bassist Jona doch »Pyromide« auch produziert. Bei â€șT.O.T.C.â€č geht man aber doch zu weit, hat sich die Truppe doch dreist Melodien von SKID ROW dafĂŒr "ausgeborgt". In Ă€hnlicher Form geht es auch weiter, denn irgendwie fĂ€llt einem zu jeder Nummer eine Referenz ein.

Den Partyfaktor verringert das natĂŒrlich nicht im geringsten, und auch an der Tatsache, daß die Nummern live allesamt fĂŒr blendende Laune sorgen werden, Ă€ndert das nichts. Den Versuch, mitunter doch ein klein wenig mehr eigenstĂ€ndig klingen zu wollen, hĂ€tte man aber durchaus wagen können.

http://www.templeballsrocks.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
TEMPLE BALLS im Überblick:
TEMPLE BALLS – Pyromide (Rundling)
TEMPLE BALLS – Traded Dreams (Rundling)
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