UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 88 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → JUKE COVE – »Remedy«-Review last update: 05.12.2021, 22:14:01  

last Index next

JUKE COVE – Remedy

INTERSTELLAR SMOKE RECORDS (Import)

Aus Leipzig stammt dieses Trio, das vor wenigen Wochen sein Erstlingswerk in digitaler Form veröffentlicht hat und nun selbiges auch als physischen Tonträger anbietet. Eine gute Idee, denn das Artwork ist mehr als nur ansehnlich geworden. Durchaus möglich, daß die Formation damit Fans unterschiedlicher Genres und jeglichen Alters auf sich aufmerksam machen kann. Das dürfte den drei Burschen aber auch musikalisch gelingen, denn ihr Mix aus Stoner, Psychedelic und Classic Rock kommt zeitlos daher, wirkt zugleich aber auch zeitgemäß. Letzteres betrifft nicht nur durch den furztrockenen, knarzigen Sound, sondern auch den Mut durch Experimente eigenständig zu klingen.

Die bleiben zu Beginn aber noch verborgen. Der Opener ›Arise‹ kommt nämlich alles andere als experimentell, sondern kommt bedrückend und tonnenschwer aus den Boxen. Durch unheilvoll wirkende, verzerrte Sprachsamples wird der Zuhörer sogar noch weiter in Richtung Abgrund gedrückt. Die wesentlich lockereren Riffs sowie das vergleichsweise gehörige Tempo des daran anschließenden ›Swirl‹ ändern dann nicht nur die Atmosphäre, sondern bringen ein gewisses Maß an Helligkeit zurück. Zudem ist zu erkennen, daß JUKE COVE auch ein Faible für diverse Space Rock-Granden haben.

Im Titeltrack läßt das Dreigestirn dann seiner Experimentierfreude aber so richtig freien Lauf. Räudigen Stoner Rock mit der Schwere von Doom Metal und einem Klarinettensolo zu kombinieren, muß man sich nämlich erst einmal trauen. Daß die Sache auch noch Hand und Fuß hat, und die Burschen damit keineswegs eine Bruchlandung hinlegen, spricht für sie. Ebenso, daß sie mit einem schrägen Instrumental namens ›Ramble‹ den Reigen fortsetzen und in diesem zeigen, daß sie durchaus auch mit tanzbaren Beats und einer beschwingten Leichtigkeit loszurocken verstehen. Mit ›Adrift‹ kommt dann nicht zuletzt durch die abermalige Verwendung von Sprachsamples erneut düstere Atmosphäre auf, ehe der deftige, Blues-infiltrierte Rocker ›Ignite‹ ein abwechslungsreiches und vielfältiges Album beendet, mit dem JUKE COVE ein kräftiges, erstes Lebenszeichen von sich gegeben haben. Respekt!

http://www.facebook.com/jukecove/

gut 10


Walter Scheurer

 
JUKE COVE im Überblick:
JUKE COVE – Remedy (Rundling-Review von 2021)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Wir gedenken John Lennon, heute vor 41 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung über das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier