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JUKE COVE – Remedy

INTERSTELLAR SMOKE RECORDS (Import)

Aus Leipzig stammt dieses Trio, das vor wenigen Wochen sein Erstlingswerk in digitaler Form veröffentlicht hat und nun selbiges auch als physischen TontrĂ€ger anbietet. Eine gute Idee, denn das Artwork ist mehr als nur ansehnlich geworden. Durchaus möglich, daß die Formation damit Fans unterschiedlicher Genres und jeglichen Alters auf sich aufmerksam machen kann. Das dĂŒrfte den drei Burschen aber auch musikalisch gelingen, denn ihr Mix aus Stoner, Psychedelic und Classic Rock kommt zeitlos daher, wirkt zugleich aber auch zeitgemĂ€ĂŸ. Letzteres betrifft nicht nur durch den furztrockenen, knarzigen Sound, sondern auch den Mut durch Experimente eigenstĂ€ndig zu klingen.

Die bleiben zu Beginn aber noch verborgen. Der Opener â€șAriseâ€č kommt nĂ€mlich alles andere als experimentell, sondern kommt bedrĂŒckend und tonnenschwer aus den Boxen. Durch unheilvoll wirkende, verzerrte Sprachsamples wird der Zuhörer sogar noch weiter in Richtung Abgrund gedrĂŒckt. Die wesentlich lockereren Riffs sowie das vergleichsweise gehörige Tempo des daran anschließenden â€șSwirlâ€č Ă€ndern dann nicht nur die AtmosphĂ€re, sondern bringen ein gewisses Maß an Helligkeit zurĂŒck. Zudem ist zu erkennen, daß JUKE COVE auch ein Faible fĂŒr diverse Space Rock-Granden haben.

Im Titeltrack lĂ€ĂŸt das Dreigestirn dann seiner Experimentierfreude aber so richtig freien Lauf. RĂ€udigen Stoner Rock mit der Schwere von Doom Metal und einem Klarinettensolo zu kombinieren, muß man sich nĂ€mlich erst einmal trauen. Daß die Sache auch noch Hand und Fuß hat, und die Burschen damit keineswegs eine Bruchlandung hinlegen, spricht fĂŒr sie. Ebenso, daß sie mit einem schrĂ€gen Instrumental namens â€șRambleâ€č den Reigen fortsetzen und in diesem zeigen, daß sie durchaus auch mit tanzbaren Beats und einer beschwingten Leichtigkeit loszurocken verstehen. Mit â€șAdriftâ€č kommt dann nicht zuletzt durch die abermalige Verwendung von Sprachsamples erneut dĂŒstere AtmosphĂ€re auf, ehe der deftige, Blues-infiltrierte Rocker â€șIgniteâ€č ein abwechslungsreiches und vielfĂ€ltiges Album beendet, mit dem JUKE COVE ein krĂ€ftiges, erstes Lebenszeichen von sich gegeben haben. Respekt!

http://www.facebook.com/jukecove/

gut 10


Walter Scheurer

 
JUKE COVE im Überblick:
JUKE COVE – Remedy (Rundling)
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