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  UE-Home → Online Empire 87 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → Sampler – ┬╗Brutal Africa: The Heavy Metal Cowboys Of Botswana┬ź-Review last update: 12.06.2021, 16:53:16  

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Sampler – Brutal Africa: The Heavy Metal Cowboys Of Botswana

SVART RECORDS/CARGO

Zugegebenerma├čen waren mir bis vor geraumer Zeit lediglich SKINFLINT ein Begriff, wenn von Heavy Metal aus Botswana die Rede gewesen ist. Diese Band konnte sich auch hierzulande einen Namen machen, vorrangig deshalb, weil die Truppe mit PURE STEEL RECORDS ein umtriebiges Label als Partner hatte. Durch die Lekt├╝re von Moritz Gr├╝tz' Schm├Âker "Metallisierte Welt" wurde ich dann auch noch auf METAL ORIZON aufmerksam, bekam aber bislang noch keine Note dieser Truppe zu h├Âren.

Dieser Umstand hat sich nun endlich ge├Ąndert, denn SVART RECORDS hat es sich zum Ziel gemacht, mit dem vorliegenden Sampler Heavy Metal aus Botswana weltweit vorstellig zu machen.

Zusammen mit den Machern der Doku "Freedom In The Dark" hat man Bands auserkoren und bietet diesen nun die M├Âglichkeit, sich mit ausgew├Ąhlten Songs auf ┬╗Brutal Africa: The Heavy Metal Cowboys Of Botswana┬ź zu pr├Ąsentieren.

Der Titel mag zwar eher unvorteilhaft, weil mehr als nur klischeetriefend, ausgefallen sein, und auch ├╝ber das Cover darf man durchaus diskutierten, an der Idee an sich gibt es jedoch nichts auszusetzen. So bekommt der Interessent insgesamt sechs Bands pr├Ąsentiert, die mit einer Ausnahme mit jeweils zwei Tracks vertreten sind.

Der Reigen beginnt mit CRACKDUST, einem Quartett aus der Hauptstadt Gaborone, das mit derben Death Metal-Kl├Ąngen aufwartet. Technisch zwar durchaus respektabel vorgetragen, mangelt es ÔÇ║Deranged PsychopathÔÇ╣ und ÔÇ║DesecrateÔÇ╣ leider an Klangvolumen. Das mag zwar auch an der Download-Variante der Promoversion liegen, am Umstand, da├č die beiden Nummern von CRACKDUST den mit Abstand schw├Ąchsten Sound aufweisen, ├Ąndert das aber nichts.

Besser kommt da schon das Material der bereits erw├Ąhnten Jungs von METAL ORIZON aus den Boxen. Diese Truppe ist bereits seit fast 30 Jahren aktiv und verf├╝gt nicht nur ├╝ber entsprechende Erfahrung, sondern auch ├╝ber das K├Ânnen Hard und Heavy Rock mit regionalen Folk-Rhythmen zu kombinieren. Eine interessante und ansprechende Mixtur, die vor allem ÔÇ║We're RollingÔÇ╣ zu einem Schmankerl werden hat lassen.

Von OVERTHRUST k├Ânnte man bereits Notiz genommen haben, schlie├člich hatte die Formation bereits die Ehre, Botswana beim "Metal Battle" in Wacken zu vertreten. Der Old School-Death Metal mit Thrash-Schlagseite kommt aber auch auf Tontr├Ąger ordentlich und mit reichlich Groove aus den Boxen und sollte Genre-Fans auf jeden Fall ansprechen k├Ânnen.

Das d├╝rfte den folgenden PMMA kaum gelingen. Ihr vom Ansatz her zwar cool angelegter, durchaus interessanter, von Synthies unterzogener, moderner Sound, leidet n├Ąmlich unter einer erb├Ąrmlichen Gesangsdarbietung. Zwar k├Ânnte man das leicht gequ├Ąlt wirkende, tiefkehlige Gegurgel noch akzeptieren, beim "Klargesang" d├╝rfte aber dann so manche Schmerzgrenze ├╝berschritten worden und so mancher Fu├čnagel von selbst abgefallen sein. Da klingt das stumpfe wie derbe Gebretter von STANE fast schon symphonisch im Vergleich, und auch WRUST, die offenbar bekannteste Extreme-Metal-Band aus Botswana, die es bereits ins Vorprogramm von CARCASS und SEPULTURA bei deren Gastspielen im s├╝dlichen Afrika gebracht hat, klingt trotz "Betonmischer-Klang" wesentlich essentieller.

F├╝r nach traditionellen Hard Rock und Metal-Sounds geifernden "Tr├╝ffelschweinchen" mag das auf ┬╗Brutal Africa┬ź gebotene Material mit Ausnahme von METAL ORIZON nicht unbedingt ansprechend sein, einen ├ťberblick ├╝ber die Szene in Botswana kann man sich mit dieser Compilation aber auf jeden Fall verschaffen.


Walter Scheurer

 
┬ę 1989-2021 Underground Empire


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