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ELECTRIC BOYS – Ups!de Down

MIGHTY MUSIC/SPV

In den frühen 90er Jahren waren diese Schweden durchaus ein Begriff und feierten ihre größten Erfolge. So schaffte es etwa ›Mary In The Mystery World‹ vom '92er Album »Groovus Maximus« nicht nur in die schwedischen Charts, sondern auch zu Dauerrotation auf MTV. Dennoch folgte bald nach dem zwei Jahre später aufgelegten »Freewheelin'« das vorübergehende Ende für die ELECTRIC BOYS. Frustriert vom Musikbusiness an sich, erklärte Oberhaupt Conny Bloom die Band für aufgelöst. Er selbst blieb der Szene zwar erhalten, doch an ein Comeback war nicht zuletzt auf Grund seines Engagements bei HANOI ROCKS bis zum endgültigen Abschied der Legende 2008 nicht zu denken. Da mit Andy Christell auch ein langjähriger ELECTRIC BOYS-Begleiter bis zum Schluß bei Michael Monroe und Co. aktiv war, beschlossen die beiden, ihre alte Band doch wieder zusammenzutrommeln und einen Neustart zu wagen.

Der gestaltete sich zunächst etwas schwierig, doch Bloom, Christell und ihre Mitstreiter erwiesen sich als überaus ambitioniert und zudem als hartnäckige Stehaufmännchen der Extraklasse. So erhielten die ELECTRIC BOYS zuletzt für »The Ghost Ward Diaries«, den dritten Dreher seit der Reunion, wieder gehörig Aufmerksamkeit. Das sollte den Herrschaften auch jetzt, drei Jahre danach, für ihr aktuelles Scheibchen »Ups!de Down« widerfahren. Schließlich geht man den eingeschlagenen Weg konsequent weiter.

An der stilistischen Ausrichtung hat sich demnach auch auf dem mittlerweile siebenten Studiodreher der Schweden nichts verändert. Der Vierer (Martin "Slim" Thomander an der zweiten Gitarre und Niclas Sigevall am Schlagzeug komplettieren das Line-up, auch wenn Sigevall Pandemie-bedingt nicht an den Aufnahmen teilnehmen konnte und durch THE QUILL-Drumtier Jolle Atlagic vertreten wurde) weiß noch immer, mit seiner mitreißenden und süchtigmachenden Mixtur aus Classic Rock und Funk zu punkten und beim Hörer akuten Bewegungsdrang auszulösen.

Ein Album mit einem langen Instrumental zu eröffnen, mag zwar ungewöhnlich anmuten, wenn ein solches wie in diesem Fall ›Upside Down Theme‹, jedoch zur Einstimmung die gesamte Bandbreite an Klängen einer Band vernehmen läßt, ist das nicht nur legitim, sondern ein Fall von perfekter Arbeitsvorbereitung. Etwaige Gedanken, ob denn etwa Mastermind Conny Bloom sein Charisma eingebüßt hätte, sind aber dennoch unangebracht. Schließlich liefert er im Anschluß daran mehrfach auf imposante Weise den Gegenbeweis. Ebenso läßt er immer wieder eindrucksvoll vernehmen, daß er ein glühender Verehrer des Lebenswerks von Glenn Hughes ist. So sind neben diversen Anleihen von DEEP PURPLE zu "MK IV"-Tagen auch Reminiszenzen an das Solowerk des Briten auszumachen. Dennoch ist auf »Ups!de Down«, nicht zuletzt durch die unnachahmlich klingende Stimme von Conny sowie seine markant gespielte Gitarre, ausreichend Eigenständigkeit vorhanden.

Zwar bleibt vorerst abzuwarten, ob es den ELECTRIC BOYS damit gelingt, sich wieder zu etablieren. Potentielle Hitkandidaten wie ›Supergod‹, ›Tumblin' Dominoes‹, oder das mit einem augenzwinkernden Seitenhieb in Richtung der 80er L.A.-Szene ausgestattete ›The Dudes & The Dancers‹ sprechen jedenfalls eindeutig dafür.

Lässige Scheibe einer ebensolchen Band!

http://www.electricboys.com/

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
ELECTRIC BOYS im Überblick:
ELECTRIC BOYS – The Ghost Ward Diaries (Rundling-Review von 2018)
ELECTRIC BOYS – Ups!de Down (Rundling-Review von 2021)
ELECTRIC BOYS – ONLINE EMPIRE 87-Interview
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