UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 86 → Review-Ãœberblick → Rundling-Review-Ãœberblick → OJM – Â»Live At Rocket Club«-Review last update: 11.05.2021, 19:43:44  

last Index next

OJM – Live At Rocket Club

GO DOWN RECORDS (Import)

Die Italiener zählen nicht nur zu den Vorreitern der Stoner Rock-Szene in ihrer Heimat, OJM genießen auch weit über die Grenzen der Heimat hinaus einen verdammt guten Ruf. Zu recht, denn die Formation aus Treviso versteht es, seit mehr als 20 Jahren für ansprechende Tonträger, und noch vielmehr für überaus intensive Liveshows zu sorgen. Eine solche war mit Sicherheit auch an jenem Juni-Abend im Jahre 2011 zu erleben, als das Quartett im "Rocket Club" in Landshut gastierte.

Die Truppe war damals unterwegs, um ihr kurz zuvor veröffentlichtes, fünftes Langeisen »Volcano« vorstellig zu machen. Offenbar überaus erfolgreich, denn die Tournee wurde mehrfach prolongiert und sollte im Endeffekt bis 2013 andauern. Die Aufnahmen der Show dürften jedoch ganz gut archiviert worden sein, schließlich hat sie Drummer Max Ear erst im März des letzten Jahres entdeckt. Da der Mitschnitt allerdings für gut empfunden wurde, ging es recht bald an die Arbeit, um das vorliegende Livealbum zu generieren.

Coole Sache, schließlich darf sich der nach Livemusik hungrige Fan der Band nun die Truppe zumindest auf Konserve live in die heimische Anlage holen. Und das sollte ein echtes Vergnügen darstellen, denn der Sound klingt zwar rauh, aber keineswegs verwaschen oder gar diffus. Im Gegenteil, man merkt die Intention der Band, den Fans einen authentischen Livemitschnitt liefern zu wollen, von Beginn an. Schließlich wurden noch nicht einmal die doch etwas schrägen Feedbackorgien zu Beginn des sowohl »Volcano«, wie auch die Show eröffnenden ›Welcome‹ nachbearbeitet.

Zwar lassen sich im weiteren Verlauf noch einige weitere "Fiep"-Geräusche dieser Art vernehmen, der Stimmung im Club selbst tat das aber logischerweise keinen Abbruch. Auch auf Tonträger nicht, wobei hinzuzufügen ist, daß einige der Songs auch in dieser Live-Darbietung gehörig an Energie zugelegt haben. Etwa ›Ocean Hearts‹ oder auch ›2012‹, das nicht nur auf »Volcano« den Schlußakkord markierte, sondern auch die Show offiziell beendete. Die Band selbst wußte aber, daß die Fans noch etwas hören wollten, und kredenzte mit dem von DEEP PURPLE und GOTTHARD bekannten ›Hush‹ einen Evergreen für den Nachhauseweg.

Den traten die Zuseher bestimmt hochzufrieden an, denn nicht nur die insgesamt sechs Tracks des im Rahmen dieser Tournee vorstellig gemachten Drehers kamen bestens an, OJM wurden die gesamte Spielzeit über lautstark bejubelt.

Kein Wunder, die Italiener präsentierten eine ausgewogene und entsprechend goutierte Setliste (die obendrein auch das beschwingte ›Sixties‹ sowie die live immer wieder wunderprächtige Hymne ›Desert‹ beinhaltete) und stellten damit ihren Ruf einmal mehr unter Beweis.

http://www.ojm.it/


Walter Scheurer

 
OJM im Ãœberblick:
OJM – I Got Time (Rundling)
OJM – Live At Rocket Club (Rundling)
OJM – Live In France (Rundling)
OJM – Volcano (Rundling)
andere Projekte des beteiligten Musikers Andrew Pozzy:
THE SADE – Damned Love (Rundling)
THE SADE – II (Rundling)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

† Wir gedenken Jimmy Copley, heute vor 4 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung über das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier