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  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → XYMONTHRA – Â»Her Cherished Dream«-Review last update: 31.07.2021, 21:37:13  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  XYMONTHRA-Demo-Review: »Her Cherished Dream«

Date:  1994 (created), 05.05.2021 (revisited), 05.05.2021 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

Geflasht hatte mich dieses Tape zweifelsohne, was man nicht nur an der LĂ€nge des Reviews oder so manchen sprachlichen Eskapaden sieht. Ich hatte auch den Titel des Songs â€ș"O"â€č (wurde tatsĂ€chlich im Demoeinleger mit zusĂ€tzlichen AnfĂŒhrungszeichen geschrieben) im gleichen Schrifttypus gesetzt wie auf besagtem Einleger.

Außerdem tĂ€uschte ich mich noch in einer anderen Hinsicht: Wir sind zwar in der Tat beim vorletzten Tape in der regulĂ€ren Demoabteilung angekommen, aber wer einen Blick auf die rechte Seite des Heftes wagte, der konnte dort die Überschrift "Die NachzĂŒgler" lesen, zu denen wir gleich kommen werden. Tja, und dort folgt eben nochmal eine ganze Latte Demos, die noch spĂ€ten ankamen als das XYMONTHRA-Tape.

Auf »Her Cherished Dream« waren SĂ€nger und Drummer Andreas Risberg, die beiden Gitarristen Robert von Knorring und Christian Cederborg sowie Bassist Mattias Karlsson am Werk. SpĂ€ter sollte Jonas Mattsson die Gitarre von Robert ĂŒbernehmen. Nach einem weiteren Demo von 1994 nannte sich die Band in MACROCOSMIC EMOTIONS um, wobei dann aber nur noch Andreas und Mattias involviert waren. Die beiden hielten die Band allerdings bis ins neue Millennium am Leben.

Andreas spielt seit 2011 bei NUCLEAR SALVATION, Christian wagte einen kurzen Abstecher zu NOMINON, wo auch Jonas mitmischte - allerdings deutlich lĂ€nger. Er ist ohnehin der bekannteste Musiker unter den XYMONTHRA-Muckern, denn er spielte unter anderem bei GRIFTEGÅRD oder DEVIAN.

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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XYMONTHRA-Logo

Her Cherished Dream

XYMONTHRA-Bandphoto

"Da habt Ihr aber GlĂŒck gehabt, Jungs!", denke ich, als das XYMONTHRA-Demo in meinen Briefkasten rutscht, denn schließlich sind XYMONTHRA die letzte Band, die gerade noch so durch einen sagenhaften Endspurt auf den letzten Zentimetern den Zugang zu den Demoreviews in der aktuellen Ausgabe gepackt hat. Irrtum, Herr Glas! Großer Irrtum! Wer hier wirklich GlĂŒck hatte, sind wir alle. Sie selbst, Herr Glas, und die Leser des UNDERGROUND EMPIRE, denn XYMONTHRA sind kurz und knapp gesagt rundweg umwerfend. Mittlerweile ist man versucht, vom Schweden-Death nichts anderes als Kopien aus dem Hause des Sonnenlichts zu erwarten. Nicht zu unrecht. In der Tat, wenn man sich die neuen skandinavischen Bands anschaut, so sind neue Impulse nahezu nicht mehr zu finden. Stattdessen beschrĂ€nkt man sich in 99 Prozent der beobachteten FĂ€lle darauf, das bereits Erprobte neu zu verpacken. Daß daraus auch ganz ansehnliche Produkte resultieren können, liegt auf der Hand und wird immer mal wieder durch neue Releases belegt, aber die Innovation bleibt eben klĂ€glich auf der Strecke. Mit XYMONTHRA haben wir nun endlich eine lange ersehnte Band, die mich von "x" bis "j" aufhorchen hat lassen.

XYMONTHRA ist die erste wirklich progressive Death Metal-Band, die mir bis heute bekannt sind - progressiv im wirklichen Sinne und nicht etwa nur, weil sie etwas abstrakter losprĂŒgeln wie die Konkurrenz. DafĂŒr kommt es bei XYMONTHRA auch echt knĂŒppeldick. KernstĂŒcke sind das fast zwölfminĂŒtige â€ș"O"â€č und das ĂŒber zehnminĂŒtige â€șMacrocosmâ€č, an denen man vortrefflich beobachten kann, was XYMONTHRA ausmacht. In diesen beiden Death-Exzessen im "opus maximus"-Format kriegen wir alles geboten, was man jemals mit brachialer Musik in Verbindung gebracht hat. Ich kann mir gewiß eine AufzĂ€hlung sparen, die irgendwo bei Doomsequenzen beginnen wĂŒrde und schĂ€tzungsweise bei PrĂŒgelparts enden wĂŒrde. Da wißt Ihr selbst gut genug Bescheid, was man alles von Death Metal geboten kriegt. Doch bei XYMONTHRA gibt es zum Beispiel auch solch eher unerwartete Dinge wie melodisch-harmonische Parts, die nahezu OhrwurmqualitĂ€ten besitzen, um mal ein besonders hervorstechendes Beispiel zu nennen. Und ĂŒber allem liegt ein unglaubliches Riffing, das eines Tages mal im Reich der Legenden beheimatet sein wird. Das Schlagzeug spielt Sachen, wie wir sie eher von Bands ĂĄ la WATCHTOWER und Ă€hnlichen Techno-Gods gewöhnt sind. Also, entweder verspielt sich der Typ die ganze Zeit hinweg und findet nie wieder zu einem konstanten Beat zurĂŒck, oder er ist der absolute Wusel in Person. Wie der Typ es schafft, gleichzeitig zu diesem Gezucke und Gestottere auch noch zu singen, ist mir einfach unbegreiflich! Als ich dann im Bandinfo lese, daß er behindert ist und nur einen Arm hat, verstehe ich die Welt nicht mehr. Es ist schlichtweg unglaublich, was diese Vier vom Stapel laufen lassen. Ein wahrer FlugzeugtrĂ€ger an Musik!

Doch auch die anderen kĂŒrzeren Teile wie â€șSheâ€č, â€șBegorâ€č oder das auffĂ€llig betitelte â€șOrgiasticiesâ€č bieten all' diese Elemente, jedoch nicht so monströs ausgebreitet. XYMONTHRA verbreiten ĂŒber 35 Minuten lang Töne, die zum bemerkenswertesten Stoff gehören, der bislang auf dem Death-Sektor veröffentlicht wurde. Schlußpunkt dieses Wahnsinns setzt ein GerĂ€usch, das Ă€hnlich wie ein digitalisierter Elefant klingt, der einen Quart-Sept-Akkord trompetet, welcher eingesampelt und zur Verzierung durch den Harmonizer gequĂ€lt wird. Ich bin zu Tode erschrocken! Wenn Todesgemucke so klingt wie bei XYMONTHRA, dann könnte ich es mir den ganzen Tag lang reintun und kann auch einen solchen dissonanten QuĂ€ker ertragen!

XYMONTHRA sind zusammen mit AS SERENITY FADES das Beste, das der Death-Underground derzeit zu bieten hat, und ich hoffe fĂŒr den Vierer, daß es bald Deals regnen wird, denn XYMONTHRA sind eine der ganz ganz wenigen jungen Bands, denen es noch zuzutrauen ist, etwas Neues in der Death Metal-Szene zu schaffen, ja ich wĂŒrde sogar sagen, daß eine Band wie XYMONTHRA die Zukunft der todeslastigen Musik darstellt! Todes-Aluminum-Fetischisten wenden sich an:


Stefan Glas

 
XYMONTHRA im Überblick:
XYMONTHRA – Her Cherished Dream (Demo)
siehe auch: Informationen ĂŒber weitere Besetzungen von XYMONTHRA im "Extra-Info" des »Her Cherished Dream«-Reviews
unter dem spÀteren Bandnamen MACROCOSMIC EMOTIONS:
siehe auch: Informationen ĂŒber weitere Besetzungen von XYMONTHRA unter dem Namen MACROCOSMIC EMOTIONS im "Extra-Info" des »Her Cherished Dream«-Reviews
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