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WAIL

Civilization Maximus

(9-Song-Digital-Release: 99 norwegische Kronen)

Achtung, Satire! Die selbsternannte "cultist of cultist cult bands" macht es dem Zuh├Ârer beim Erstkontakt nicht gerade einfach. Nach dem ersten H├Âreindruck scheint noch alles wie ├╝blich, stellt man dabei doch blo├č fest, da├č es sich bei WAIL zweifelsohne um ├╝beraus talentierte Musiker handelt, die mit ┬╗Civilization Maximus┬ź einen ├╝beraus positiven Eindruck hinterlassen. Doch das scheint dieses Quintett nicht wirklich zu interessieren. Das Promoschreiben wie auch diverse Anmerkungen auf den Webpr├Ąsenzen der Formation lassen n├Ąmlich eher erkennen, da├č WAIL weder die Szene selbst noch die Musik an sich wirklich ernstnehmen.

Ob man sich damit ├╝berall Freunde machen wird, bleibt erst einmal abzuwarten. Da sich die Band aber wohl auch selbst f├╝r nicht ganz so voll nimmt, sei ihr der satirisch-ironische Ansatz verziehen, denn immerhin f├╝hlt man sich als Metalfan von WAIL nicht nur verarscht, sondern - sofern man mit dieser Art von Humor etwas anfangen kann - durchaus gut unterhalten.

Das trifft auf jeden Fall auf die Songs zu, denn die Musiker, zu denen unter anderem die beiden fr├╝heren FATAL IMPACT-Kollegen Thor B. Gundersen (g) und Anders Nesset (b) z├Ąhlen, lassen zu keine Sekunde Zweifel an ihrer Handwerkskunst aufkommen. Ebensowenig daran, da├č sie die "alte Schule" und im Speziellen die NWoBHM (im Hauptfach sozusagen) mit Auszeichnung absolviert haben.

Daher sollte es auch nicht verwundern, da├č ┬╗Civilization Maximus┬ź von Anfang an mit geh├Âriger MAIDEN-Schlagseite aus den Boxen kommt. Diese wird nicht nur durch die geschmackvolle, ├╝ber jeden Zweifel erhabenen Gitarrenarbeit von Andres und seinem Kollegen Kim-Ruben Sletten offenkundig, auch "The Singer" (!) l├Ą├čt seine Stimmb├Ąnder mitunter wie der junge Bruce Dickinson erklingen.

So weit, so gut, doch leider ist auch seiner Performance eine gewisse Effekthascherei nicht abzusprechen. Ab und an qu├Ąlt sich Joakim J├Şreng, wie der Knabe im b├╝rgerlichen Leben hei├čt, n├Ąmlich f├Ârmlich in H├Âhenregionen, die nicht wirklich zu einem harmonischen Erscheinungsbild des jeweiligen Songs beitragen. Da sein Vortrag aber auch dabei zu den augenzwinkernden Lyrics (ÔÇ║OverwhelmedÔÇ╣) pa├čt, d├╝rfte auch die ├╝berzogene Vortragsweise Teil des von der Band gew├Ąhlten Satire-Images sein.

Durchaus m├Âglich also, da├č WAIL damit speziell in der Fanbase von einschl├Ągig agierenden Formationen wie NANOWAR OF STEEL auf sich aufmerksam machen kann. Da die Band jedoch sehr wohl f├╝r hochwertige Metal-Kost zu sorgen versteht, sollten sich selbst nicht ausnahmslos an "Gaudi" interessierte und bei satirischen Seitenhieben auf den Metal generell nicht sofort ihr Schwert z├╝ckende Zeitgenossen mit diesem Album besch├Ąftigen.

http://www.wail.no/

auf diesen Spa├č mu├č man sich erst mal einlassen...


Walter Scheurer

 
WAIL im ├ťberblick:
WAIL – Civilization Maximus (Do It Yourself)
┬ę 1989-2021 Underground Empire



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