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INCURSION (US) – The Hunter

NO REMORSE RECORDS (GR) (Import)

Es ist inzwischen gar nicht mehr so selten, da├č Formationen, die vor Dekaden mehr oder weniger gl├╝cklos versucht hatten in der Szene Fu├č zu fassen, einen abermaligen Start riskieren. Gr├╝nde daf├╝r mag es viele geben, um quasi aus dem Nichts heraus einen zweiten Anlauf zu versuchen, das oft zitierte liebe Geld kann aber keinesfalls immer der Grund daf├╝r sein. Zum einen, weil das Business inzwischen generell nicht mehr wirklich viel hergibt, und zum anderen, weil wohl vielen altgedienten Recken bewu├čt ist, da├č sie mit ihren Songs zwar einer eingeschworenen Fanschar eine Riesenfreude bereiten, der Rest der Welt aber erneut kaum von ihrem Schaffen Notiz nehmen wird.

Den notwendigen Enthusiasmus um trotz solcher Vorzeichen erneut in den Ring zu steigen, bringen mit Sicherheit INCURSION mit, eine Truppe aus dem sonnigen Florida. Jede Menge Selbstbewu├čtsein obendrein, denn diese Band existierte eigentlich nur zwischen 1982 und 1986 und brachte es au├čerhalb der n├Ąheren Umgebung kaum zu nennenswerten Erfolgen.

Gut drei├čig Jahre sp├Ąter, konkret 2018, haben die fr├╝heren Bandkollegen Maxx Havick (g), Buddy Norris (d) und Mike Lashinsky (g) aber offenbar wieder Spa├č am gemeinsamen Musizieren gefunden und INCURSION wieder zum Leben erweckt. Mit Stone James als Bassist und S├Ąnger Steve Samson konnten die Herren zwei Mitstreiter rekrutieren, die ihr Interesse an klassischem Heavy Metal teilen, und so ging es in die "Alpaca Ranch Studios" in Winter Park, Florida, um das Debutalbum von INCURSION einzuspielen.

Eine 6-Track-EP um genau zu sein, eine, die obendrein auf einer Art Fantasystory basiert. Diese handelt von ┬╗The Hunter┬ź, wie der Titelheld und auch das Album selbst genannt wird, der sich mit seinem Schwert s├Ąmtlichen Gefahren des Lebens stellt und auch vor dem finalen Kampf um den K├Ânigsthron nicht zur├╝ckschreckt. Da├č derlei Heldenepen auch entsprechend musikalisch umrahmt werden m├╝ssen, versteht sich fast von selbst. Kein Wunder daher, da├č INCURSION Heavy Metal in purer Form darbieten. Allerdings sei hinzugef├╝gt, da├č die Herren offenbar weniger der US-Gangart zugeneigt sind, sondern ein eher britisch t├Ânendes Album eingespielt haben. Das d├╝rfte vorwiegend den Einflu├čquellen der drei Ur-Mitglieder zuzuschreiben sein, die eben Mitte der 80er ihre F├╝hler ├╝ber den Atlantik ausstreckten, um sich entsprechend inspirieren zu lassen.

Durchaus facettenreich mu├č man sagen, denn auf ┬╗The Hunter┬ź liefert der F├╝nfer nicht nur hinsichtlich der dramatischen Aufbauten (allen voran ÔÇ║Kingdom Of The DeadÔÇ╣ erweist sich als richtig gro├čes Kino!) und Strukturen (w├Ąhrend ÔÇ║Guiding FaithÔÇ╣ eher hymnisch angelegt ist, kommt ÔÇ║Fade To BlackÔÇ╣ eher schlicht und mit saftigem Rock'n'Roll-Unterbau aus den Boxen) eine sehr abwechslungsreiche Vorstellung. Und auch was das Vortragstempo betrifft, gibt es ein breites Klangspektrum zu h├Âren, auch wenn festzuhalten ist, da├č der Gro├čteil des Materials im gediegenen Midtempo angesiedelt ist. Alles ordentlich gemacht und ebenso auf Tontr├Ąger verewigt!

In Summe l├Ą├čt sich ┬╗The Hunter┬ź daher als ├╝beraus gelungener, offizieller Szene-Einstand der US-Amerikaner bezeichnen, die schon im kommenden Fr├╝hjahr mit dem ersten Langeisen nachsetzen wollen.

http://www.incursionheavymetal.com/


Walter Scheurer

 
INCURSION (US) im ├ťberblick:
INCURSION (US) – The Hunter (Rundling)
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