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  UE-Home → History → Underground Empire 7 → Review-Überblick → Demo-Review-Überblick → QUO VADIS (D) – »...In The Night«-Review last update: 20.05.2022, 17:47:01  

”UNDERGROUND EMPIRE 7”-Datasheet

Contents:  QUO VADIS (D)-Demo-Review: »...In The Night«

Date:  10.06.1993 (created), 19.08.2020 (revisited), 22.01.2022 (updated)

Origin:  UNDERGROUND EMPIRE 7

Status:  published

Task:  from paper to screen

Availability:  original printed issue sold out! Several earlier issues still available; find details here!

Comment:

QUO VADIS wurden im Mai 1991 von Sänger Ralf Runkel und Drummer Alexander Bauer gegründet. Als weitere Musiker wurden Gitarrist Mark Filthaut, Keyboarderin Melanie Köhler sowie Backgroundsängerin Monika Hasenstab, die in der Tat als vollwertiges Bandmitglied geführt wurde und demzufolge auf dem Bandphoto ebenfalls die Höhensonne genießen durfte.

Für das »...In The Night«-Demo nahm die Band die Songs ›Waiting In The Night‹, ›All Of You‹ und ›Quo vadis‹ auf.

Leider jedoch sollten QUO VADIS nicht lange durchhalten, denn als ich der Band eine Ausgabe mit dem Demoreview zuschickte, ließ Ralf mich wissen, daß die Band seit etwa einem Jahr nicht mehr existiere, er aber eine neue Band namens STEELANGELS habe.

Bei selbigem Review war definitiv der Gaul ein wenig mit mir durchgegangen - anders ist der Auftaktblock wohl nicht zu erklären. Um selbigen nun allerdings zu bebildern, habe ich die Hamsterbacke vom QUO VADIS-Cover eben kurzerhand unter das Review plaziert.

Anyway - ich muß an dieser Stelle wohl zusätzlich noch ein paar Erläuterungen rüberschieben:

1. Tom Bossung war im Gymnasium mein Lateinlehrer, bei dem ich in jeder Stunde Blut und Wasser schwitzte, während ich ein Stoßgebet nach dem anderen gen Himmel schickte und darum flehte, nicht den nächsten Satz übersetzen zu müssen. Ich glaube, das wird mit dem Spiel in der zweiten Stunde nichts! - Tom, I salute you!

2. Die Story um meinen Goldfisch entspricht in der Tat der Wahrheit - was ich immer auf die Beschallung mit hochwertiger Musik zurückführte.

3. Die Angabe Zivi war natürlich schon damals nicht mehr korrekt gewesen, und es hätte müssen "Ex-Zivi" heißen. Tja und mehr als "Ex-Zivi", Ex-Student und Journalist, der es immer noch versucht, ist bis heute nicht aus mir geworden...

Supervisor:  Stefan Glas

 
 

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QUO VADIS (D)-Logo

...In The Night

QUO VADIS (D)-Bandphoto

Ihr alle kennt die Grausamkeiten, die unter dem Deckmäntelchen eines positiven pädagogischen Effektes beziehungsweise ähnlicher schwacher Ausreden in bundesdeutschen Kinderstuben mit erbarmungswürdigen Goldhamstern veranstaltet werden. Man sperrt sie in mikrige Käfige und setzt in selbigen ein Folterinstrument namens "Laufrad", das man wie eine Leiter aussehen läßt und ihnen so suggeriert, der Weg in die Freiheit wäre zum Greifen nahe. Gutgläubig wie die armen Biester nun mal sind, flitzen sie Tag für Tag kilometerweit in diesen sogenannten Spielzeugen bis sich ihre Lunge verabschiedet, ohne auch nur einen einzigen Millimeter vom Fleck zu kommen, während gehässige Exemplare der Gattung Homo Sapiens (?) Errectus mit grinsenden Gesichtern und Kommentaren wie "Nein, ist der süß" oder "Ach, wie goldig" danebenstehen und in Wirklichkeit ihre unterschwelligen, niederen Gelüste befriedigen. Kein Wunder, daß Kinder, die so vorgeprägt sind, kleine Monster werden, die, kaum den Windeln entschlüpft, ganz geil auf Horrorfilme sind, später der Omi von nebenan als Hobby die Knickerbocker von der Wäschleine klauen und eines Tages schließlich Massenmörder oder Politiker werden. Quo Vadis??? - kann man da unsere Gesellschaft nur fragen!

Und somit hätten wir geschickt den Bogen geschlagen und wären beim Demo der Band QUO VADIS gelandet. Deren Democover wird nämlich von so einem armen, verstört schauenden und sich die Seele aus den Leib schwitzenden und rennenden Goldhamster geziert. Abgesehen davon wird die Kassette selbst von melodischem Hard Rock mit starkem Keyboard-Akzent geziert. Die drei Stücke sind gute Kompositionen, die ziemlich eingängig sind. Bedenkt man, daß die Band zum Zeitpunkt der Aufnahme erst ein Jahr existierte, so ist die gebotene Leistung beachtlich! So habe ich die Hoffnung, daß zu bereits vorhandenen Kompetenzen sich noch etwas mehr Pfiff und Individualismus gesellen werden, so daß der Weg von QUO VADIS sicherlich weiter nach oben gehen wird. Es lohnt sich sicherlich für das Full House mit zwei Damen und drei Buben weiterzuarbeiten! Währenddessen bietet man »...In The Night« für 7,- DM zum Verkauf an, und im Info erklärt man schließlich, daß "quo vadis" so viel wie "wohin gehst Du?" bedeutet. Aber Kinners, ich als Tom Bossung-sturmerprobter Ex-Lateinschüler, weiß dat doch. Sagt Ihr uns lieber, wohin Ihr geht, indem Ihr demnächst ein neues Demo nachschiebt. ...und merkt Euch: Mit Goldhamstern im Kinderzimmer fängt alles Übel der Welt an! Bin ich froh, daß ich als kleiner Knirps lediglich einen Goldfisch geerbt habe, der seit mittlerweile über 20 Jahren seine Kreise in seinem Becken zieht, was bedeutet, daß er mittlerweile das biblische Alter von mehreren Hundert Fischjahren erreicht hat. So hat es bei mir nur zum Zivi, Studenten und Versuchsjournalisten gereicht, aber was noch nicht ist, kann ja noch werden.


Stefan Glas

QUO VADIS [D]-Design

 
QUO VADIS (D) im Überblick:
QUO VADIS (D) – ...In The Night (Demo-Review von 1994)
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