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DYNAZTY – A Dark Delight

AFM RECORDS/SOULFOOD

Beim siebenten Langeisen sind diese Schweden inzwischen angekommen und das in nur 13 Jahren Bandexistenz. Motivation und Ideen scheinen also gehörig zu sprudeln, und auch die Arbeitsmoral der Jungs verdient einmal gehörigen Respekt. Den Durchbruch haben DYNAZTY allerdings noch nicht geschafft, auch wenn zuletzt mit »Titanic Mass« (2016) und »Firesign« (2018) offenbar karrieretechnisch doch einiges gegangen ist.

Das Problem ist wohl, daß die Band bislang einfach noch nicht ausnahmslos positiv aufgenommen worden ist. Als Grund dafĂŒr muß wohl das mitunter etwas eigenwillige StilgebrĂ€u angegeben werden, das DYNAZTY auf dem 2014er Werk »Renatus« auf die bisherige Spitze getrieben haben.

Zwar war es durchaus originell wie die Jungs damals traditionellen Melodic Metal mit modernen Riffs und anderen zeitgemĂ€ĂŸen Zutaten zu verquicken versucht haben, so wirklich konsequent war die Umsetzung aber leider nicht, weshalb man eher fĂŒr verwirrte als fĂŒr begeisterte Interessenten gesorgt hat. Ein GlĂŒck, daß die Burschen ihre "Experimentierfreude" in weiterer Folge einigermaßen gezĂŒgelt haben und wieder vermehrt auf die traditionelle Gangart gesetzt haben.

Diesen Weg setzen DYNAZTY seit einigen Jahren nun schon konsequent fort, weshalb auch »The Dark Delight« auf einem massiven Melodic-Fundament aufgebaut ist. Selbstredend lĂ€ĂŸt es sich das Quintett aber immer noch nicht nehmen, ĂŒber den Tellerrand zu blicken und kredenzt einmal mehr eine abwechslungsreiche Melange, mit der es weiteren Schritt auf der Erfolgsleiter nach oben gehen soll. Ob das auch in die RealitĂ€t umzusetzen ist, bleibt allerdings abzuwarten, denn die Formation hat es leider nicht geschafft, die dafĂŒr notwendigen Hits abzuliefern. Wobei hinzuzufĂŒgen ist, daß sich sehr wohl einige ĂŒberaus potentielle Chartbreaker (â€șPresence Of Mindâ€č, â€șHologramâ€č und â€șWaterfallâ€č) unter den Nummern befinden, die Band diesen aber nicht einfach freien Lauf zur Entfaltung gewĂ€hrt hat. Zudem erweckt das Album ab und zu den Eindruck, es wĂŒrde versucht, die "Moderne" mit der Brechstange zu integrieren, und DYNAZTY wĂ€ren bemĂŒht, kommerziell ertragreicheren Bands nachzueifern. Das ist zwar aufgrund diverser NebentĂ€tigkeiten (Bassist Jonathan Olsson und Gitarrist Mikael LavĂ©r sind unter anderem bei LINDEMANN tĂ€tig, und Nils Molin hat sich 2017 AMARANTHE als SĂ€nger angeschlossen) ĂŒberhaupt nicht verwunderlich, sorgt aber erneut mehrfach eher fĂŒr Irritation als fĂŒr durchgehend wohlige Schauer.

Der Weg an sich dĂŒrfte zwar der richtige sein, allerdings sollte die Mixtur beim nĂ€chsten Album in sich stimmiger und geschmeidiger ausfallen.

http://www.dynazty.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
DYNAZTY im Überblick:
DYNAZTY – A Dark Delight (Rundling)
DYNAZTY – Renatus (Rundling)
DYNAZTY – News vom 01.06.2009
DYNAZTY – News vom 06.09.2009
DYNAZTY – News vom 07.10.2009
DYNAZTY – News vom 14.11.2011
DYNAZTY – News vom 24.04.2013
DYNAZTY – News vom 17.06.2013
andere Projekte des beteiligten Musikers Georg HĂ€rnsten Egg:
THE PARALYDIUM PROJECT – News vom 14.10.2015
andere Projekte des beteiligten Musikers Mike Lavér:
CONSTRUCDEAD – News vom 28.08.2009
CONSTRUCDEAD – News vom 18.04.2010
andere Projekte des beteiligten Musikers Rob Love:
ZAN CLAN – News vom 10.11.2007
andere Projekte des beteiligten Musikers Nils Molin:
AMARANTHE – News vom 02.07.2017
andere Projekte des beteiligten Musikers Jonathan Olsson:
THE PARALYDIUM PROJECT – News vom 14.10.2015
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