UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → Online Empire 83 → Review-├ťberblick → Rundling-Review-├ťberblick → SHADOW WITCH – ┬╗Under The Shadow Of A Witch┬ź-Review last update: 28.05.2020, 23:39:15  

last Index next

SHADOW WITCH – Under The Shadow Of A Witch

ARGONAUTA RECORDS (Import)

Aus der Region Hudson Valley, NY stammt diese Formation, die sich 2015 gegr├╝ndet hat. Das im Jahr darauf ver├Âffentlichte Debut ┬╗Sun Killer┬ź brachte der Truppe, in der sich zum Gro├čteil gestandene Recken, die Erfahrung in unterschiedlichen Bands wie MURPHY'S LAW, HELLRIDE 102 oder COLD WAR SURVIVOR machen konnten, erstes, ├╝beraus positives Feedback seitens der Presse ein. Doch auch bei den Fans kam die Melange aus Doom und Stoner Rock, NWoBHM-Anleihen und diversen anderen Zutaten ganz gut an. Gigs im Vorprogramm von CORROSION OF CONFORMITY, MOTHERSHIP oder KING BUFFALO sollten den Namen SHADOW WITCH ebenso weiterhin bekannt machen wie das im Dezember 2017 aufgelegte zweite Album ┬╗Disciples Of The Crow┬ź. Dieses sorgte auch daf├╝r, da├č man in Europa auf das Quartett aufmerksam wurde. So hat sich das italienische Spezialit├Ątenlabel ARGONAUTA RECORDS der Belange der Herrschaften angenommen und sorgt nun f├╝r die Ver├Âffentlichung des dritten Langeisens der Formation.

┬╗Under The Shadow Of The Witch┬ź wird von der feinen, im Endeffekt stilistisch aber nicht zwingend typischen Classic Rock-Abfahrt ÔÇ║SpearfingerÔÇ╣ er├Âffnet, in der die Band unmi├čverst├Ąndlich zu erkennen gibt, da├č sie die 70er Glanztaten von DEEP PURPLE nicht nur zu goutieren wei├č, sondern offenbar auch verinnerlicht hat. Speziell Frontmann Earl Lundy liefert dabei eine Performance, die schwer an den jungen Ian Gillan denken l├Ą├čt. Sein, der britischen Vokalikone nicht un├Ąhnliches Timbre ist auch im weiteren Verlauf der Spielzeit pr├Ągend, selbst wenn die Herrschaften nicht mehr derma├čen amtlich auf das Tempo dr├╝cken. Dadurch l├Ą├čt sich mitunter gar das immer noch str├Ąflich unterbewertete BLACK SABBATH-Album ┬╗Born Again┬ź als Referenz anf├╝hren, wobei hinzugef├╝gt werden mu├č, da├č SHADOW WITCH doch wesentlich mehr auf Abwechslung bedacht ist und es vermeidet, Songs blo├č mit typischen Iommi-Riffs auszustatten und diese minutenlang auszuwalzen.

Stattdessen setzt man mehrfach auf abgefahrenen Rhythmuswechsel, wobei nicht zuletzt die Routine der Musiker das Material aber davor bewahrt, zerfahren zu klingen. Der langj├Ąhrigen Erfahrung des Vierers ist es wohl auch zuzuschreiben, da├č etwa in ÔÇ║6x6ÔÇ╣ der Wechsel vom eher an Grunge-Ikonen wie ALICE IN CHAINS gemahnenden, melancholischen Anfang hin zu einer puristischen Doom-Nummer aus der SABBATH-Schule perfekt gelingt. Daf├╝r ben├Âtigt es technisches K├Ânnen ebenso wie das entsprechende Gef├╝hl f├╝r Atmosph├Ąre. Beides ist bei SHADOW WITCH scheinbar reichlich vorhanden. Denn selbst sanftm├╝tigere T├Âne konnten gut und geschmeidig ins Gesamtkonzept eingef├╝gt werden. So etwa der in Richtung Americana tendierende Beginn von ÔÇ║FountainÔÇ╣, den Earl im Alleingang an der Akustikgitarre bestreitet, bevor sich erneut die variantenreiche Vortragsweise der Band offenbart. Geht die Nummer in weiterer Folge doch in einen satten Southern Rocker ├╝ber, der zudem von einer eleganten Slide-Gitarre unterf├╝ttert wird. Cooler Abschlu├č!

In Summe entpuppt sich ┬╗Under The Shadow Of The Witch┬ź demnach als gelungenes, ├╝beraus abwechslungsreiches Album, das zwar durchaus f├╝r die Doom/Stoner Rock-Fangemeinde von Interesse sein sollte, keineswegs aber ausschlie├člich f├╝r diese!

http://www.shadowwitchband.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
SHADOW WITCH im ├ťberblick:
SHADOW WITCH – Under The Shadow Of A Witch (Rundling)
┬ę 1989-2020 Underground Empire


last Index next

RUSH-Drummer Neil Peart verstorben Mehr dazu in den...
Button: News