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HOGJAW-CD-Cover

HOGJAW

Live Up In Flames

(15-Song-CD: Preis unbekannt)

Bei ihrer siebenten Veröffentlichung ist diese aus der WĂŒstenregion Arizona stammende Formation inzwischen angelangt und behĂ€lt damit den bisher praktizierten Veröffentlichungsrhythmus von knapp zwei Jahren bei. Wie unschwer am Titel zu erkennen ist, handelt es sich bei »Live Up In Flames« mitnichten um frisches Studiomaterial, sondern um den ersten Livemitschnitt in knapp 15 Jahren Bandexistenz. Der war offenbar notwendig, da sich HOGJAW seit jeher auf der BĂŒhne pudelwohl fĂŒhlen und entsprechend oft unterwegs waren beziehungsweise es immer noch sind. Aufgenommen wurde im "Red Club" im heimatlichen Mesa in Arizona im Februar dieses Jahres, wobei man sich durch den rohen Klang der Aufzeichnung wie unmittelbar im Auditorium fĂŒhlt. Mehr noch, man kann den von unterschiedlichen Bier- und Schweißnoten gekennzeichneten Geruch wĂ€hrend des Konzerts förmlich (aber leider doch nicht ganz...) riechen. Lecker, oder?

Durch den Stilmix des Quartetts, der neben dem vorherrschenden Southern Rock in eher simpel gestrickt vorgetragener Manier auch diverse Roots-Rock- und Country-VersatzstĂŒcke enthĂ€lt, suggeriert das Kopfkino zudem das typische Klischeebild einer vor der BĂŒhne lautstark grölenden Meute, in der sich neben diversen Asphalt Cowboys und Rednecks auch Mitglieder der lokalen Biker-Clubs zum gemeinsamen Rocken eingefunden haben. Sie alle kommen auf alle FĂ€lle auch auf ihre Kosten, sofern sie an deftiger SĂŒdstaaten-Rock-Hausmannskost Gefallen finden. Musikalische Gourmet-HĂ€ppchen kredenzen HOGJAW nĂ€mlich definitiv nicht.

An der Hingabe, mit der die vier Burschen ihre Songs vortragen, Ă€ndert das aber ebensowenig, wie am Umstand, es mit einem ĂŒberaus authentischen Album zu tun zu haben. So kommt etwa der Groove des Openers â€șRolling Thunderâ€č tatsĂ€chlich einem Donnergrollen gleich. Durch diverse Ansagen erfĂ€hrt man obendrein, daß Titel wie â€șNorth Carolina Wayâ€č oder â€șHells Half Home Of Mineâ€č durch Begebenheiten im (Band/Musiker-)Alltag inspiriert worden sind. Viel mehr an AuthentizitĂ€t geht wohl wirklich nur sehr schwer!

Kurzum, »Live Up In Flames« ist empfehlenswert fĂŒr alle, die ihren Rock gerne unaufgeregt und unkompliziert genießen und mit Vorliebe mit entsprechendem "Club-Flair" zu sich nehmen. Empfehlenswert nach dem Genuß dieser Livescheibe ist es jedoch, das heimische Wohnzimmer gut zu lĂŒften... Auch wenn die "Geruchs-CD" immer noch auf sich warten lĂ€ĂŸt.

http://www.hogjawmusic.com/

I'm a hog...


Walter Scheurer

 
HOGJAW im Überblick:
HOGJAW – Live Up In Flames (Do It Yourself)
andere Projekte des beteiligten Musikers Jason "Kwall" Kowalski:
AUTUMN'S END – News vom 24.03.2016
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