UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 80 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → HOGJAW – »Live Up In Flames«-Review last update: 20.11.2022, 22:24:48  

last Index next
HOGJAW-CD-Cover

HOGJAW

Live Up In Flames

(15-Song-CD: Preis unbekannt)

Bei ihrer siebenten Veröffentlichung ist diese aus der Wüstenregion Arizona stammende Formation inzwischen angelangt und behält damit den bisher praktizierten Veröffentlichungsrhythmus von knapp zwei Jahren bei. Wie unschwer am Titel zu erkennen ist, handelt es sich bei »Live Up In Flames« mitnichten um frisches Studiomaterial, sondern um den ersten Livemitschnitt in knapp 15 Jahren Bandexistenz. Der war offenbar notwendig, da sich HOGJAW seit jeher auf der Bühne pudelwohl fühlen und entsprechend oft unterwegs waren beziehungsweise es immer noch sind. Aufgenommen wurde im "Red Club" im heimatlichen Mesa in Arizona im Februar dieses Jahres, wobei man sich durch den rohen Klang der Aufzeichnung wie unmittelbar im Auditorium fühlt. Mehr noch, man kann den von unterschiedlichen Bier- und Schweißnoten gekennzeichneten Geruch während des Konzerts förmlich (aber leider doch nicht ganz...) riechen. Lecker, oder?

Durch den Stilmix des Quartetts, der neben dem vorherrschenden Southern Rock in eher simpel gestrickt vorgetragener Manier auch diverse Roots-Rock- und Country-Versatzstücke enthält, suggeriert das Kopfkino zudem das typische Klischeebild einer vor der Bühne lautstark grölenden Meute, in der sich neben diversen Asphalt Cowboys und Rednecks auch Mitglieder der lokalen Biker-Clubs zum gemeinsamen Rocken eingefunden haben. Sie alle kommen auf alle Fälle auch auf ihre Kosten, sofern sie an deftiger Südstaaten-Rock-Hausmannskost Gefallen finden. Musikalische Gourmet-Häppchen kredenzen HOGJAW nämlich definitiv nicht.

An der Hingabe, mit der die vier Burschen ihre Songs vortragen, ändert das aber ebensowenig, wie am Umstand, es mit einem überaus authentischen Album zu tun zu haben. So kommt etwa der Groove des Openers ›Rolling Thunder‹ tatsächlich einem Donnergrollen gleich. Durch diverse Ansagen erfährt man obendrein, daß Titel wie ›North Carolina Way‹ oder ›Hells Half Home Of Mine‹ durch Begebenheiten im (Band/Musiker-)Alltag inspiriert worden sind. Viel mehr an Authentizität geht wohl wirklich nur sehr schwer!

Kurzum, »Live Up In Flames« ist empfehlenswert für alle, die ihren Rock gerne unaufgeregt und unkompliziert genießen und mit Vorliebe mit entsprechendem "Club-Flair" zu sich nehmen. Empfehlenswert nach dem Genuß dieser Livescheibe ist es jedoch, das heimische Wohnzimmer gut zu lüften... Auch wenn die "Geruchs-CD" immer noch auf sich warten läßt.

http://www.hogjawmusic.com/

I'm a hog...


Walter Scheurer

 
HOGJAW im Überblick:
HOGJAW – Live Up In Flames (Do It Yourself-Review von 2019)
© 1989-2022 Underground Empire



last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here