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M.I.L.F. – Rolling Thunder

VOLCANO RECORDS (Import)

Klar, der Begriff M.I.L.F. suggeriert etwas völlig anderes als einen Bandnamen, doch dieses Quintett aus Florenz hat mit derlei Fantasien nichts am Hut. Die Abkürzung ist aus dem ursprünglich für die Formation angedachten Begriff "Make It Long 'n Fast" (woran auch immer die Burschen dabei gedacht haben...) entstanden und in der Heimat offenbar auch schon einigermaßen gängig. Zumindest läßt uns die Bandbio wissen, daß M.I.L.F. 2010 gegründet wurden und bereits die Ehre hatte, diverse Clubs in und um Florenz zu bespielen, unter anderem als Supportact für die italienische Szenelegende Pino Scotto. Ebenso verrät man uns, daß es bei Gigs immer wieder Coverversionen zu hören gibt, von denen man offenbar einige im Repertoire hat.

Eine davon, nämlich ›Mama Kin‹, beendet auch die durchaus ansprechende Vorstellung der Burschen auf »Rolling Thunder«. Doch nicht nur damit bekennt sich der Fünfer ganz offenkundig zu seinen Vorbildern, den elf Songs (die Einspielung der Rede "I Have A Dream" von Martin Luther King wird zwar als "Track" angeführt, leitet aber ›Peace Or War‹ lediglich ein) sind die Einflußquellen durch die Bank anzuhören. Neben AEROSMITH sind diesbezüglich vor allem MÖTLEY CRÜE, GUNS N' ROSES, AC/DC und KISS zu nennen, auch wenn natürlich hinzugefügt werden muß, daß M.I.L.F. noch ein schönes Stück Arbeit auf sich nehmen müßten, um ansatzweise deren Größe zu erlangen.

Schlecht macht die Truppe ihre Sache aber keineswegs. Die Nummern werden allesamt gut auf den Punkt gebracht, animieren zum Mitsingen und verfügen - zumindest zu einem Teil - über durchaus eingängige Refrains. Die instrumentale Vorstellung bereitet zwar keinerlei Grund zum Staunen, kommt aber ebenso solide aus den Boxen wie der fein-rauhe Gesang von Simone Galli.

Kein Überflieger, aber definitiv ein Anchecken wert - sofern man sich von den erwähnten Genrehelden generell und von Sleaze im Speziellen angezogen fühlt.

http://www.milfofficial.com/

gut 10


Walter Scheurer

 
M.I.L.F. im Überblick:
M.I.L.F. – Rolling Thunder (Rundling-Review von 2020)
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