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PRISMA CIRCUS – Mk.II/Promethea's Armageddon

WORLD IN SOUND/ROUGH TRADE

Ein Blick auf die Tracklist läßt erahnen, daß es diese drei Burschen offensichtlich sehr vielfältig angehen. Schließlich halten sich englischsprachige und spanische Titel die Waage.

Noch mehr Wert auf Abwechslungsreichtum dürfte das aus Barcelona stammende Trio aber beim Komponieren gelegt haben. So enthält »Mk. II/Promethea's Armageddon« in nur knapp 32 Minuten Gesamtspielzeit Heavy, Blues und Psychedelic Rock ebenso wie Desert und Stoner Rock. Auch aus der Prog- und Space Rock-Ecke sind Fragmente herauszuhören, auch wenn die eigentliche Herangehensweise der drei Jungs wohl eher von diversen Jam-Bands inspiriert wurde und sie beim Begriff "Garage" nicht nur an das Unterbringen ihrer Karren denken dürften.

Diese Vielfältigkeit prägt den Sound von PRISMA CIRCUS auch gehörig, noch mehr aber tut das Alexandre Sanchez Miralles. Der erweist sich nämlich als Riesentalent an der Sechssaitigen und macht auch erst gar kein Hehl daraus, daß sein wohl größtes Vorbild Jimi Hendrix ist. Immer wieder läßt er sein Arbeitsgerät ganz im Sinne des ersten aller "Guitar Heroes" aufheulen. Positiv fällt dabei aber auf, daß er das nicht zur Selbstverwirklichung unternimmt, sondern in erster Linie mit der Intention, den Songs zusätzlich Flair zu verabreichen. Nicht zuletzt dadurch stellt er unter Beweis, daß er zwar ein begnadeter Saitendehner, darüber hinaus aber auch ein überaus entspannter Charakter ist. Schließlich überläßt er seinem an sich Schlagzeug spielenden Bandkollegen Antonio Tamargo Rodríguez mehrfach das Feld, um das Klangbild um eine gediegene Hammond-Orgel-Vorstellung zu erweitern. Daß sich die beiden auch mehrfach imposante Duelle liefern, macht »Mk. II/Promethea's Armageddon« im Endeffekt noch ein wenig gehaltvoller.

Eine empfehlenswerte Scheibe, auf deren Vielfalt man sich allerdings erst einmal einlassen muß!

http://www.facebook.com/prismacircus/

gut 11


Walter Scheurer

 
PRISMA CIRCUS im Überblick:
PRISMA CIRCUS – Mk.II/Promethea's Armageddon (Rundling-Review von 2018)
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