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LIVERBOX – Rock n' Roll Salvation

CITY OF LIGHTS RECORDS/CODE 7

Zwar wissen junge, hungrige Bands mit klassisch anmutendem Rock'n'Roll-Sound seit langen Jahren schon auf sich aufmerksam zu machen, dennoch werden Michael Monroe und HANOI ROCKS wohl auf ewige Zeiten als das Nonplusultra gelten, wenn von derlei Klängen aus Finnland die Rede ist.

Daran werden zwar auch LIVERBOX vorerst nichts ändern, dennoch muß man dem Quartett aus Oulu attestieren, sich auf dem richtigen Weg zu befinden. Die von Grund auf in der "alten Sleaze/Glam"-Schule verwurzelten zehn Songs von »Rock n' Roll Salvation« kommen nämlich durch die Bank locker-lässig und mit Hingabe dargeboten aus den Boxen und garantieren permanenten Hörspaß. An den noch unerreichbaren (in Sachen Hooks muß man noch einiges nachlegen und auch die "Leck mich"-Attitüde kommt noch nicht so richtig überzeugend) Ikonen aus der Heimat hat sich der Vierer ganz offensichtlich orientiert, ebenso aber auch an GUNS N' ROSES, FASTER PUSSYCAT, DOGS D'AMOUR und THE QUIREBOYS. Durchaus logisch auch, daß sich so manche Passage auch direkt von THE ROLLING STONES beeinflußt anhört, wie man durch auch die "neue Poser-Schule" mit gutem Erfolg absolviert hat, wie diverse dezent an HARDCORE SUPERSTAR erinnernde Grooves unter Beweis stellen.

Überaus gefällig ist auch die latent rotzige Punk-Rock-Schlagseite von LIVERBOX zu bezeichnen, die vorwiegend von der rauhen Gitarrenarbeit von J. Aslak Räsänen verursacht wird. Weniger die "Ohohoh"-Chorpassagen, die sich mit Verlauf der Spielzeit zu sehr ähneln und daher gerne überdacht werden dürfen. Anzunehmen jedoch, daß sie bei Gigs für beste Stimmung sorgen. Das läßt sich auch für Tracks wie ›Blackbird '72‹, ›Let's Go! (All The Way)‹, oder ›Wet And Wild‹, die wohl bei entsprechend energischer Live-Darbietung allesamt ihren Arschtritt-Faktor noch deutlicher zeigen dürften. Durch den staubtrockenen Sound, den man der Scheibe spendierte, kommt die Chose aber auch im heimischen Ambiente schon recht gut zur Geltung, weshalb man »Rock n' Roll Salvation« - trotz der genannten Makel - auch jedem Rocker mit Vorliebe für die genannten Heroen durchaus ans Herz legen kann!

http://www.facebook.com/liverboxtheband/

gut 11


Walter Scheurer

 
LIVERBOX im Überblick:
LIVERBOX – Rock n' Roll Salvation (Rundling-Review von 2018)
LIVERBOX – Rock n' Roll Salvation (Rundling-Review von 2019)
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