KING BISON
Snake Head Burial
(4-Song-CD-R: Preis unbekannt)
Erhöhte Verwechslungsgefahr besteht bei dieser 4-Track-EP. Die dafür verantwortlichen Burschen aus dem britischen Plymoth haben sich nämlich einer ganz ähnlichen Gangart verschrieben wie ihre Namensvettern aus Pennsylvania. Da das Trio aus den Staaten allerdings schon länger aktiv ist, könnte es den Briten also durchaus passieren, sich umbenennen zu müssen. Doch was auch immer in Zukunft passieren wird, aktuell hat der UK-Fünfer veröffentlichungstechnisch wie auch qualitativ die Nase vorn. Die vier Tracks ihrer Debut-EP lassen nämlich Talent und Spielfreude gleichermaßen erkennen, wodurch der zumeist recht derb intonierte, deftige Heavy Rock nicht nur auf Anhieb zum Mitmachen animiert, sondern durch die darin verwobenen Hooks auch im Gedächtnis bleibt.
Die Verwirrung ob des Bandnamens KING BISON mag zwar ohnehin schon recht groß sein, Tatsache ist aber dennoch, daß diese südenglischen Jungs offenbar vorwiegend Gefallen an mächtig walzenden US-Südstaaten-Ikonen gefunden haben und sich - ihren Kollegen nicht unähnlich - sowohl stilistisch wie auch klangtechnisch an DOWN, CROWBAR und GRAVEYARD RODEO orientieren. An letztere erinnert in erster Linie der Gesang von Karl Glover, der ähnlich derbe-gurgelnd ins Mikro röhrt wie einst Perry McAuley auf »Sowing Discord In The Haunts Of Man«, dem '93er Album der Louisiana-Friedhofsreiter-Rocker.
Daß der Gesamteindruck von »Snake Head Burial« durch einige vom Ansatz her zwar gemäßigtere, dafür um so druckvoller umgesetzte Passagen lässig abgerundet wird, paßt ebenso gut ins Bild wie die Tatsache, daß der Abschlußtrack ›Filthy Son Of A Bitch‹ nach Mitt-90er-Material von CORROSION OF CONFORMITY klingt.
Guter Einstand, Jungs, keine Frage. Euren Bandnamen solltet Ihr aber noch einmal überdenken...
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Welches Bison hätten's denn gerne? |
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