UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 74 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → BASEMENT SAINTS – »Bohemian Boogie«-Review last update: 05.12.2021, 21:13:49  

last Index next

BASEMENT SAINTS – Bohemian Boogie

BLACK PIKE FAVORITES (Import)

"Rock 'n' Roll For The Free Soul" nennt dieses eidgenössische Trio seine Musik selbst und liegt damit absolut richtig. Vor allem die Tatsache, daß die drei Burschen aus der Region Solothurn mit dermaßen viel Herzblut zur Sache gehen, zieht den Zuhörer sofort in den Bann. Dadurch scheint es bislang generell gut für diese Burschen gelaufen zu sein, denn schon bald nach der Gründung 2012 konnten die BASEMENT SAINTS mit ihrer Debut-EP »Free Souls« aus dem genannten Grund erstmals positiv auf sich aufmerksam machen. Noch vielmehr aber durch diverse Liveshows, die das Dreigestirn recht bald nicht nur auf heimische Bühnen, sondern sogar ins schweizerische Fernsehen bringen sollte.

Nach einem von ihrer Heimatstadt Grenchen erhaltenen Nachwuchsförderpreis ging es in ein Studio, wo das über Crowdfunding finanzierte Langeisen »Get Ready« eingespielt wurde, das ebenso positiv aufgenommen wurde wie die EP. Zig Gigs im In- und Ausland später, legt das Trio nun sein zweites Album vor, das jedoch zunächst optisch etwas irritiert und Gedanken daran aufkommen läßt, daß es nun eventuell doch eine Spur zu "freigeistig" zu Sache könnte.

Tut es aber gar nicht. Im Gegenteil, mit dem Opener ›Skatopia‹ wird klar, daß es den Jungs mit dem Boogie im Titel sehr ernst ist. Der Knicks vor STATUS QUO ist nämlich ebenso unbestreitbar wie die Nummer für tobende Clubs sorgen wird. In ›Shyness Highness‹ wird es dann eine Spur dezenter und bluesiger, ehe mit ›Free Time‹ ein zunächst melancholischer, schwermütiger Song folgt, der sich in weiterer Folge zwar erneut steigert, dennoch aber eher die ruhigere, beseelte Seite dieser Band offenbart. Unbedingt erwähnenswert ist auch die ausdrucksstarke Stimme von Anton Delen, dessen Vortrag nicht nur in sämtlichen Härtegraden über jeden Zweifel erhaben ist, man merkt ihm auch an, daß er sein Seelenleben in diversen Textzeilen offenlegt und zwar mit jeder Faser seines Körpers. Mehr Hingabe geht wohl nur schwer!

Daß die Jungs mitunter ihre Einflußquellen recht deutlich in ihr eigenes Material integrieren (wie etwa die LED ZEPPELIN-Referenzen in ›Buffalo Bay‹ oder ›That Kind O' Lover‹ sowie der abermaligen QUO-Huldigung von Titelsong, mit der BASEMENT SAINTS den Reigen beendet) fällt insofern kaum ins Gewicht, da die Formation dennoch eindrucksvoll unter Beweis stellt, daß sie ihr Handwerk versteht.

Keine Frage, für gepflegte Rockklänge (gemäß dem Bandmotto, mit dem sich die Formation auch jegliche stilistische Freiheit offenläßt) ist in der Eidgenossenschaft in der Gegenwart und nicht zuletzt aufgrund der Jugend dieses Trios auch in Zukunft gesorgt! Definitiv.

https://www.basementsaints.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
BASEMENT SAINTS im Überblick:
BASEMENT SAINTS – Bohemian Boogie (Rundling-Review von 2018)
BASEMENT SAINTS – Get Ready (Rundling-Review von 2017)
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Wir gedenken Preston "Pussy Pulverizer" Shrewsbury, heute vor 4 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung über das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier