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BASEMENT SAINTS – Bohemian Boogie

BLACK PIKE FAVORITES (Import)

"Rock 'n' Roll For The Free Soul" nennt dieses eidgenössische Trio seine Musik selbst und liegt damit absolut richtig. Vor allem die Tatsache, daß die drei Burschen aus der Region Solothurn mit dermaßen viel Herzblut zur Sache gehen, zieht den Zuhörer sofort in den Bann. Dadurch scheint es bislang generell gut fĂŒr diese Burschen gelaufen zu sein, denn schon bald nach der GrĂŒndung 2012 konnten die BASEMENT SAINTS mit ihrer Debut-EP »Free Souls« aus dem genannten Grund erstmals positiv auf sich aufmerksam machen. Noch vielmehr aber durch diverse Liveshows, die das Dreigestirn recht bald nicht nur auf heimische BĂŒhnen, sondern sogar ins schweizerische Fernsehen bringen sollte.

Nach einem von ihrer Heimatstadt Grenchen erhaltenen Nachwuchsförderpreis ging es in ein Studio, wo das ĂŒber Crowdfunding finanzierte Langeisen »Get Ready« eingespielt wurde, das ebenso positiv aufgenommen wurde wie die EP. Zig Gigs im In- und Ausland spĂ€ter, legt das Trio nun sein zweites Album vor, das jedoch zunĂ€chst optisch etwas irritiert und Gedanken daran aufkommen lĂ€ĂŸt, daß es nun eventuell doch eine Spur zu "freigeistig" zu Sache könnte.

Tut es aber gar nicht. Im Gegenteil, mit dem Opener â€șSkatopiaâ€č wird klar, daß es den Jungs mit dem Boogie im Titel sehr ernst ist. Der Knicks vor STATUS QUO ist nĂ€mlich ebenso unbestreitbar wie die Nummer fĂŒr tobende Clubs sorgen wird. In â€șShyness Highnessâ€č wird es dann eine Spur dezenter und bluesiger, ehe mit â€șFree Timeâ€č ein zunĂ€chst melancholischer, schwermĂŒtiger Song folgt, der sich in weiterer Folge zwar erneut steigert, dennoch aber eher die ruhigere, beseelte Seite dieser Band offenbart. Unbedingt erwĂ€hnenswert ist auch die ausdrucksstarke Stimme von Anton Delen, dessen Vortrag nicht nur in sĂ€mtlichen HĂ€rtegraden ĂŒber jeden Zweifel erhaben ist, man merkt ihm auch an, daß er sein Seelenleben in diversen Textzeilen offenlegt und zwar mit jeder Faser seines Körpers. Mehr Hingabe geht wohl nur schwer!

Daß die Jungs mitunter ihre Einflußquellen recht deutlich in ihr eigenes Material integrieren (wie etwa die LED ZEPPELIN-Referenzen in â€șBuffalo Bayâ€č oder â€șThat Kind O' Loverâ€č sowie der abermaligen QUO-Huldigung von Titelsong, mit der BASEMENT SAINTS den Reigen beendet) fĂ€llt insofern kaum ins Gewicht, da die Formation dennoch eindrucksvoll unter Beweis stellt, daß sie ihr Handwerk versteht.

Keine Frage, fĂŒr gepflegte RockklĂ€nge (gemĂ€ĂŸ dem Bandmotto, mit dem sich die Formation auch jegliche stilistische Freiheit offenlĂ€ĂŸt) ist in der Eidgenossenschaft in der Gegenwart und nicht zuletzt aufgrund der Jugend dieses Trios auch in Zukunft gesorgt! Definitiv.

https://www.basementsaints.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
BASEMENT SAINTS im Überblick:
BASEMENT SAINTS – Bohemian Boogie (Rundling)
BASEMENT SAINTS – Get Ready (Rundling)
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