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FORGED IN BLACK-CD-Cover

FORGED IN BLACK

Sinner Sanctorum

(4-Song-CD-R: £ 5,- plus Porto & Verpackung)

Hervorgegangen aus einer offenbar eher dem Thrash Metal zugewandten Formation namens MERCILESS FAIL, hat sich diese Band aus dem Süden England nach der einzigen Veröffentlichung unter jenem Banner benannt, um fortan dem klassischen Metal zu frönen. Damit scheinen FORGED IN BLACK offenbar ganz gut zu fahren, denn mit »Sinner Sanctorum« kredenzt das Quintett schon die vierte Veröffentlichung seit diesem Neustart im Jahre 2013. Zwar relativiert sich die Quantität ein wenig, da man bereits die dritte EP am Start hat, an Ideen mangelt es dem Fünfer aber definitiv nicht. Für den Einstieg ›There's Always Time‹ haben FORGED IN BLACK zwar bezüglich Hooks und Gesangslinie ein klein wenig zu intensiv IRON MAIDEN gehört, durch einen gewissen Hang zur Dramatik zu Beginn und in den Strophen bleibt man aber vor etwaigen Plagiatsvorwürfen sicher. Ähnliches läßt sich auch für ›Pay The Price‹ feststellen, bei dem jedoch gleich das Eröffnungsriff ausgeborgt klingt, könnte es doch durchaus auch aus dem JUDAS PRIEST-Fundus stammen. In dieser Nummer geht der Versuch, durch die Verwendung von theatralischen Elementen für Spannung zu sorgen, allerdings nach hinten los, weil der Track schlicht überambitioniert und unfertig klingt.

Mit der Titelnummer gibt es danach die wohl bislang ausgereifteste Komposition des Quintetts zu hören, und auch Sänger Chris Storozynsk kommt hier am besten zur Geltung. Nicht zuletzt, weil er für ihn einfach noch nicht erreichbare Höhen erst gar nicht zu erklimmen versucht und stattdessen mit einer davor nicht zu vernehmenden Rauheit ins Mikro röhrt. Daumen hoch! Leider wieder nur eher mittelmäßig schlagen sich FORGED IN BLACK im Schlußtrack ›Crimson Echoes‹. Das gegen Ende zu vernehmende Midtempo wird den Track zwar fraglos zu einem effizienten Live-Stampfer machen, der zuvor als gefühlvoll angedachte Teil muß jedoch erst einmal erschlossen werden. Hier klingt der Gesang obendrein extrem dünn und auch die Gitarren eher farblos.

Als Fazit läßt sich also festhalten, daß gute Ansätze zwar vorhanden sind, es aber jede Menge zu tun gibt für FORGED IN BLACK.

http://www.forgedinblack.com/

noch viel zu tun


Walter Scheurer

 
FORGED IN BLACK im Überblick:
FORGED IN BLACK – Sinner Sanctorum (Do It Yourself-Review von 2017)
FORGED IN BLACK – News vom 30.08.2015
FORGED IN BLACK – News vom 27.10.2015
FORGED IN BLACK – News vom 17.12.2015
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