UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 73 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → VANISH (D, Rottenburg) – Â»The Insanity Abstract«-Review last update: 19.09.2021, 21:27:20  

last Index next

VANISH (D, Rottenburg) – The Insanity Abstract

FASTBALL MUSIC/SOULFOOD

Eine bemerkenswerte Entwicklung ist dieser seit insgesamt 17 Jahren existierenden (und zudem seit nunmehr gut zehn Jahren in unverĂ€nderter Besetzung aktiven) Formation VANISH aus dem Großraum Stuttgart zu attestieren. Zwar lebte schon das letzte Album, das 2014 aufgelegte »Come To Wither«, von der vielseitigen, kompetenten Vortragsart, fĂŒr das nun vorliegende dritte Scheibchen dĂŒrfte das Quintett rund um den zuletzt eher mit seiner "Zweitbaustelle" FIRELEAF positiv auffĂ€llig gewordenen Frontmann Bastian Rose aber speziell diesbezĂŒglich sehr fokussiert ans Werk gegangen sein.

Schon das abgefahrene, experimentell anmutende, im Endeffekt sogar zum "Titelsong" emporgehobene Intro lĂ€ĂŸt eine unglaubliche Detailverliebtheit vernehmen, und diese prĂ€gt im Endeffekt die in Summe einstĂŒndige Spielzeit.

Damit soll jedoch die eigentliche Kompetenz des FĂŒnfers, knackige Metal-Songs ins Leben zu setzen, nicht geschmĂ€lert werden, dennoch steht fest, daß VANISH ganz offensichtlich noch gezielter an diversen Details gefeilt haben als zuletzt, weshalb der neue Dreher der Schwaben zu einem abgefahrenen und facettenreichen und daher auch ĂŒberaus spannenden Melodic/Power/Prog-Exponat geworden ist, das eine Zielgruppe hellhörig machen sollte, die sich an KlĂ€ngen erfreut, die vom HĂ€rtegrad her von THRESHOLD bis NEVERMORE reichen.

Da beim Gesangsvortrag in den langgezogenen Tönen in mittleren Höhenbereichen eine gewisse NĂ€he zu Andy Franck festzustellen ist, lassen einige der abgefahreneren, hĂ€rten Tracks auch Erinnerungen an die frĂŒhen SYMPHORCE aufkommen, dennoch regiert auf »The Insanity Abstract« definitiv die EigenstĂ€ndigkeit, und zudem ist das Album vom Reifeprozeß der Musiker geprĂ€gt.

Dieser Ă€ußerst sich im direkten Vergleich zum bereits erwĂ€hnten VorgĂ€nger in erster Linie durch die stĂ€rkeren und auch griffigeren Hooks, wie etwa in der feinen Single-Auskoppelung â€șThe Pale Kingâ€č, aber auch durch ein abermaliges Ausweiten der stilistischen Grenzen.

Dem Zuhörer wird nĂ€mlich ein Klangbild offenbart, das zugleich heftiger (phasenweise kommt der Power Metal von VANISH inzwischen durchaus dem technischen Thrash diverser US-Heroen nahe!) als auch verspielter und atmosphĂ€risch ansprechender (ganz groß: das in drei Einzelteile gesplittete â€șSlipstreamâ€č) denn je ausgefallen ist. Thumbs up!

http://www.vanish-metal.de/

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
VANISH (D, Rottenburg) im Überblick:
VANISH (D, Rottenburg) – Come To Wither (Do It Yourself)
VANISH (D, Rottenburg) – Come To Wither (Rundling)
VANISH (D, Rottenburg) – The Insanity Abstract (Rundling)
VANISH (D, Rottenburg) – News vom 08.02.2008
VANISH (D, Rottenburg) – News vom 30.07.2008
VANISH (D, Rottenburg) – News vom 17.05.2009
andere Projekte des beteiligten Musikers Bastian Rose:
FIRELEAF – News vom 19.08.2015
FIRELEAF – News vom 26.09.2015
andere Projekte des beteiligten Musikers Philipp Schönle:
LEGAL CRIME – News vom 08.02.2008
© 1989-2021 Underground Empire


last Index next

Mithilfe bei der Altpapierverwertung? Die letzten gedruckten UNDERGROUND EMPIRE-Exemplare! Infos:
Button: hier