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HETEROCHROME-CD-Cover

HETEROCHROME

Melancholia

(6-Song-CD-R: Preis unbekannt)

Seinem Bandnamen wird dieses Unternehmen aus der iranischen Hauptstadt auf vorliegendem Debutalbum vollends gerecht, denn das Quintett offeriert in der Tat ein √ľberaus vielschichtiges, durchweg dem Progressive Metal zuzuordnendes Klangbild, das in verschiedensten Nuancen erstrahlt und gl√§nzt.

Basierend auf entspannten, zu einem guten Teil auch dem Albumtitel alle Ehre erweisenden Kl√§ngen der beiden Gitarren (die ab und an auch erkennen lassen, da√ü man Heroen wie John Petrucci nicht nur kennt, sondern auch zu sch√§tzen wei√ü) geleitet uns der F√ľnfer f√∂rmlich durch die sechs Kompositionen. Oftmals geht es von dort aus auch in Richtung heftigerer, metallischer Sounds, diese jedoch werden immer wieder auf feine Weise von sph√§rischen (von PINK FLOYD oder PORCUPINE TREE inspirierten) Momenten kontrastiert und sorgen f√ľr einen spannungsgeladenen H√∂rgenu√ü. Generell l√§√üt sich festhalten, da√ü HETEROCHROME vorwiegend auf ausgekl√ľgelte Instrumentalvortr√§ge setzen, selbst wenn S√§ngerin Mida eine √ľberaus respektable Leistung bietet. Ihre Eins√§tze stehen aber dennoch nie im Vordergrund, sondern wirken mitunter eher zur√ľckhaltend und immerzu wohldurchdacht. Dadurch liefert sie auch vorwiegend zus√§tzliche Farbtupfer und kann in den jeweiligen Tracks f√ľr die entsprechenden Akzente sorgen. Nicht zuletzt deshalb l√§√üt etwa ‚ÄļPurgatory‚ÄĻ an die emotionsgeladenen Momente von THE GATHERING zur Anneke van Giersbergen-Phase denken.

Nicht wirklich imposant dagegen wirkt der Einsatz von Gitarrist Mohammadreza als zus√§tzlicher Vokalist. Sein Klargesang kommt zwar astrein, aber leider alles andere als emotionsgeladen r√ľber, und sein Growlen wirkt sogar wie ein Fremdk√∂rper in den Nummern, die von den auch soundtechnisch perfekt umgesetzten Gitarrenl√§ufen f√∂rmlich in die Geh√∂rg√§nge getragen werden.

Es ist verdammt traurig, da√ü sich diese Band ob Ihrer Herkunft weder auf Photos zu zeigen wagt, geschweige denn es jemals die Chance geben wird, HETEROCHOME bei uns auf einer B√ľhne erleben zu k√∂nnen. Das Abtauchen in den Klangkosmos von ¬ĽMelancholia¬ę (idealerweise √ľber Kopfh√∂rer) erweist sich n√§mlich (mit Ausnahme der erw√§hnten m√§nnlichen Gesangspassagen) als √ľberaus prickelndes Erlebnis.

http://www.facebook.com/hetero.chrome

abtauchen & genießen


Walter Scheurer

 
HETEROCHROME im √úberblick:
HETEROCHROME – Melancholia (Do It Yourself)
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