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PRISTINE – Ninja

NUCLEAR BLAST RECORDS/EAST WEST

Keine Angst, der Titel hat nichts mit einer eventuellen musikalischen AnnĂ€herung an jene Klientel zu tun, die sich bis vor kurzer Zeit (oder sogar immer noch) mit »Ninja Turtles« beschĂ€ftigt(e). Die von Power-Frau Heidi Solheim angefĂŒhrte Formation aus dem nordnorwegischen Tromsö lĂ€ĂŸt uns damit - und ganz speziell im Titelsong - lediglich wissen, daß in jedem von uns das KĂ€mpferherz eines solchen Kriegers steckt. Kann man durchaus machen, denn "True Warriors With A Heart Of Steel" (oder so Ă€hnlich) hatten wir nun doch schon so das eine oder andere Mal.

Doch nicht nur diesbezĂŒglich zeigen sich PRISTINE von einer bisher eher unbekannten Seite. Das Album besteht zwar als Ganzes immer noch aus tief im Blues verwurzelten Tracks, auffĂ€llig ist jedoch, daß PRISTINE seit dem letzten Album »Reboot« (dem ĂŒbrigens bereits dritten der Band, wobei die ersten beiden »Detoxing« und »No Regret« nur in der Heimat erhĂ€ltlich waren) eine deutlich intensivere Psychedelic-Schlagseite ans Tageslicht gefördert hat.

Diese sorgt fraglos fĂŒr eine variantenreichere Darbietung, hat jedoch auch ein klein wenig dazu beigetragen, daß so manche Nummer im Vergleich zum in sich stimmigen und durchweg "flutschigen" VorgĂ€nger ein wenig sperriger anmutet und einige DurchlĂ€ufe mehr benötigt, um zu "sitzen".

Soviel zum Thema Neuerungen. UnverĂ€ndert geblieben ist dagegen, daß die Frontlady in den elegant instrumentierten Edel-Perlen immer wieder sehr persönliche Einblicke in ihr Seelenleben gewĂ€hrt. Dieses scheint vor Emotionen zwar (immer noch) regelrecht ĂŒberzuquellen, der Vortrag selbst wirkt aber zu keiner Sekunde ĂŒbertrieben oder gar weinerlich. Entsprechend abwechslungsreich - und auch mehr denn je von einer quietschfidelen Hammond-Orgel geprĂ€gt! - sind auch die Songs ausgefallen, die von nachdenklich-melancholisch bis hin zu fetzig und bissig ausgefallen sind.

Als Fazit lĂ€ĂŸt sich daher festhalten, daß »Ninja« ein in Summe gelungenes Album darstellt und davon auszugehen ist, daß die Band demnĂ€chst amtlich durchstarten wird. An der Tatsache, daß der VorgĂ€nger schneller ins Ohr gegangen ist, Ă€ndert das aber dennoch nichts.

http://www.facebook.com/pristineband

gut 11


Walter Scheurer

 
PRISTINE im Überblick:
PRISTINE – Ninja (Rundling)
PRISTINE – Road Back To Ruin (Rundling)
PRISTINE – ONLINE EMPIRE 72-Interview
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Unser CoverkĂŒnstler von Ausgabe 84 war Daniel Shai. Die zugehörige Homepage findet Ihr
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