UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 71 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → MOUNT ATLAS – Â»Titan«-Review last update: 08.11.2017, 20:42:13  

last Index next

MOUNT ATLAS – Titan

DAREDEVIL RECORDS

Erst im November letzten Jahres hat sich diese Band zusammengefunden, die nicht nur fĂŒr den Bandnamen, sondern auch fĂŒr ihr Debut in der griechischen Mythologie fĂŒndig wurde. Durchaus möglich, daß die Inspiration dazu aber aus der Geographie stammt, denn, wenn man sich den entspannten KlĂ€ngen des Instrumentals â€șAtlasâ€č hingibt, können durchaus wunderschöne Bilder eines Bergmassivs im Kopfkino entstehen. Diese Nummer ist wohl bewußt in der Mitte der Scheibe plaziert, schließlich gilt es zu diesem Zeitpunkt, einmal durchzuschnaufen und KrĂ€fte fĂŒr den weiteren Verlauf zu sammeln. Dabei entspricht die chillig-relaxte AtmosphĂ€re dieses kurzen StĂŒcks keineswegs dem gesamten Album, sondern stellt nur eine Facette des Klangbildes der Band dar.

Die zum Großteil im Death Metal-Underground der Region Oldenburg musikalisch groß gewordenen Burschen legen zunĂ€chst mit dem Titeltrack die Meßlatte fĂŒr sich selbst verdammt hoch, liefern sich doch gleich einmal einen Ohrwurm der Sonderklasse. Der ist mit satten Gitarrenriffs ausgestattet, lĂ€ĂŸt aber auch der Orgel entsprechenden Raum. Vom Zusammenspiel der Saitenfraktion und Tasten-Wizard Christoph Ramke leben aber auch die anderen Songs - unabhĂ€ngig von der Grundausrichtung der Nummern, die sehr unterschiedlich ist. Speziell dadurch erweist sich das Album auch als epochenĂŒbergreifend und lĂ€ĂŸt den Hang der Musiker zu den Helden des Hard Rock der 70er (etwa in dem auch mit einem coolen Video bedachten â€șGo For A Rideâ€č, das nicht zuletzt, weil in der Melodie ein Hauch â€șStrange Kind Of Womanâ€č herauszuhören ist, an DEEP PURPLE denken lĂ€ĂŸt) ebenso vernehmen, wie eine Vorliebe fĂŒr aktuelle Classic Rocker vom Schlage SPIRITUAL BEGGARS (â€șThe Hunterâ€č) oder THE QUILL (â€șDownâ€č groovt wie die Schweden zu ihrer stĂ€rksten Phase!).

Gesondert hervorgehoben sei auch noch der Gesang von Jonas Willenbrink. Der mag vielleicht nicht der geschulte Barde sein und auch nicht ĂŒber die FĂ€higkeit verfĂŒgen in verschiedenen Oktaven zu tirilieren - vielmehr an Emotionen kann man in Texten aber wohl nur schwer vermitteln wie er es schafft! Daher ist es auch das Finale â€șLossâ€č, das den stĂ€rksten Eindruck hinterlĂ€ĂŸt. Wem es dabei bei seinem Vortrag nicht die TrĂ€nen in die Augen drĂŒckt, oder zumindest eine zentimeterdicke GĂ€nsehaut ĂŒber den Körper jagt, dĂŒrfte wohl gefĂŒhlstot sein.

Was fĂŒr ein ergreifender Schlußpunkt! Gratulation zu diesem Einstand!

http://www.mount-atlas.de/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
MOUNT ATLAS im Überblick:
MOUNT ATLAS – Titan (Rundling)
© 1989-2017 Underground Empire


last Index next

† Wir gedenken Riff West, heute vor 3 Jahren verstorben. Unsere Berichterstattung ĂŒber das Lebenswerk findet Ihr
Button: hier