UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 71 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → DEMON HEAD – Â»Thunder On The Fields«-Review last update: 02.07.2017, 09:33:50  

last Index next

DEMON HEAD – Thunder On The Fields

THE SIGN RECORDS/CARGO

Auf den Promobildern sehen diese fĂŒnf Burschen zwar noch sehr jung aus, an Erfahrung mangelt es den DĂ€nen aber nicht mehr. Seit der GrĂŒndung 2012 haben DEMON HEAD nĂ€mlich nicht nur bereits eine Unzahl an Gigs absolviert, auch Songideen scheint dieses Quintett ausreichend zu haben. In offenbar zufriedenstellendem Ausmaß obendrein, weshalb die Diskographie der Band bereits mehrere Demos, Singles und Kassetten (!) sowie den Longplayer »Ride The Wilderness« beinhaltet. FĂŒr letztgenannten gab es auch durchaus lobende Worte von der Presse, in erster Linie fĂŒr die ausgewogene Mischung, die DEMON HEAD aus unterschiedlichen Inspirationsquellen fĂŒr sich herausdestillieren konnte. Daran ist man logischerweise bestrebt, mit »Thunder On The Fields« anzuschließen, denn auch diese, im Winter 2016 in irgendeinem verlassenen Fleckchen im Staate DĂ€nemark eingetĂŒtete Scheiblette lĂ€ĂŸt EinflĂŒsse aus mehreren Dekaden Rockmusik erkennen.

Die Basis stellt dabei eindeutig der Rock der 70er Jahre dar, wobei dieser aufgrund des teils doch eher behĂ€bigen Tempos vorwiegend BLACK SABBATH, PENTAGRAM und Co. in Erinnerung ruft. Die Formation deshalb in die Doom-Ecke zu drĂ€ngen wĂ€re aber wohl auch nicht ganz korrekt. Zum einen, weil der Vortrag dafĂŒr mitunter atmosphĂ€risch alles andere als dĂŒster rĂŒberkommt, und zum anderen, weil die MelodiefĂŒhrung der Gitarre und die nur spĂ€rlich gebrauchte Verzerrung zum Teil eher an Formationen wie THE DOORS erinnert als an die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen, wenn von "Proto Metal" die Rede ist. Es dĂŒrfte daher wohl auch kein Zufall sein, daß SĂ€nger Ferreira Larsen in manchen Passagen nach Jim Morrison klingt. Doch nicht nur der legendĂ€re Frontmann der US-Amerikaner ist aus seinem Vortrag herauszuhören. In den schwermĂŒtigeren Tracks wie dem walzenden â€șGallows Omenâ€č kommt einem durchaus auch das FrĂŒhwerk von Glenn Danzig in den Sinn. Und auch diverse GrĂ¶ĂŸen der aktuellen Retro-Bewegung mĂŒssen erwĂ€hnt werden, so hat etwa der Titeltrack etwas von den frĂŒheren WITCHCRAFT, wĂ€hrend das locker-flockige, verspielte â€șOlder Nowâ€č durchaus auch von GRAVEYARD stammen könnte.

Auch wenn man deshalb durchaus bemĂ€ngeln kann, daß DEMON HEAD nicht zwingend um EigenstĂ€ndigkeit - selbst wenn sich das aufgrund des Vortrags in DĂ€nisch eher exotisch anmutende â€șMenneskeĂŠdereâ€č zu Beginn zu einem echten Markenzeichen fĂŒr die Band entwickeln könnte - bemĂŒht zu sein scheint, muß man den DĂ€nen attestieren, eine Ladung unterhaltsamer Songs abgeliefert zu haben, die durchaus an die Klasse diverse momentan angesagter Kapellen herankommen.

http://www.facebook.com/demoncoven

gut 11


Walter Scheurer

 
DEMON HEAD im Überblick:
DEMON HEAD – Thunder On The Fields (Rundling)
© 1989-2017 Underground Empire


last Index next

Neue Erkenntnisse zum Tod des ehemaligen TUFF- und PARADISE-Bassisten Danny Wilder! Mehr dazu in den News.
Button: News