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RUST ON THE RAILS – Talisman

BLACK PIKE FAVORITES (Import)

Als "American Aussie Roots Rock" bezeichnet diese Formation ihre Musik und hat damit in allen Belangen recht. Zum einen, weil die Herkunft der beiden Protagonisten damit preisgegeben ist und sich das vermeintliche Mirakel von Einflüssen beider Provenienzen in Luft auflöst, und zum anderen, weil das Gebräu, das zwar durchaus auch lediglich mit dem Begriff "Roots Rock" tituliert werden könnte, dadurch genauer spezifiziert erscheint.

Die vom US-Amerikaner Cody Beebe und seinem transatlantischen Kumpanen Blake Noble geführte Band geht es auf vorliegendem Debutalbum zwar zumeist eher entspannt und verhältnismäßig ruhig an, doch auch deftig zu rocken, verstehen RUST ON THE RAILS durchaus. Bislang war das jedoch vorwiegend auf den Brettern, die die Welt bedeuten, der Fall, die durch zig Liveshows erlangte Routine macht sich aber auch auf vorliegendem Erstling bemerkbar, denn die Truppe versteht es immer wieder, mit bemerkenswerter Dynamik loszulegen und mitzureißen.

Doch auch im melancholisch-gefühlvollen Bereich hat man einiges zu bieten und sorgt dabei immer wieder für den einst berühmten "Feuerzeug"-Alarm. Abwechslungsreichtum wird auf »Talisman« generell großgeschrieben, reicht die Darbietung doch vom erwähnten Roots Rock über Blues bis hin zu Soul und lässigem und zwingendem Funk. Außerdem verfügt das Material durch die Verwendung eines Didgeridoos über ein gehöriges Maß an Eigenständigkeit, während diverse Streichinstrumenten den Songs darüber hinaus ein zusätzliches Quentchen Tiefgang verabreichen können. Nicht zuletzt dadurch bleibt auch noch festzuhalten, daß RUST ON THE RAILS definitiv über die Kompetenz verfügt, Tracks mit dem "gewissen Etwas" zu kredenzen. Erstaunlich ist nämlich auch die gewaltige Ohrwurm-Dichte. So entpuppt sich gleich der Opener ›Every Little Thing‹ auf Anhieb als potentieller Hit, keineswegs aber als einziger.

Im Gegenteil, dieser durchaus mit dem Zeug zu charten ausgestattete Track bekommt im Verlauf der Spielzeit gleich mehrmals - genauer gesagt bis zum Finale in Form der coolen Post-Grunge-Ballade ›Foolish Pride‹ - ernsthafte Konkurrenz aus den eigenen Reihen.

http://www.rustontherails.com/

gut 10


Walter Scheurer

 
RUST ON THE RAILS im Überblick:
RUST ON THE RAILS – Talisman (Rundling-Review von 2017)
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