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Brett Ellis-CD-Cover

Brett Ellis

The Warriors Before Me

(16-Song-CD: Preis unbekannt)

Der Titel lĂ€ĂŸt es ohnehin erahnen, und in der Tat zollt Brett Ellis mit diesem Album seinen Vorbildern und Idolen Tribut. DafĂŒr hat sich der US-Amerikaner nebst seinen beiden Mitstreitern Rick Nash und Calvin Lakin an Baß und Schlagzeug jedoch etwas Besonderes einfallen lassen und schafft es so mit »The Warriors Before Me«, trotz der Tatsache auf Kompositionen aus eigener Feder komplett zu verzichten, ein spannendes Werk abzuliefern und dabei sogar originell zu bleiben.

Der Umstand, daß sich der Saitendehner am Werk und Wirken von Ikonen wie Jimi Hendrix, Angus Young, Jimmy Page, Eddie Van Halen, Ritchie Blackmore, Michael Schenker, Uli Jon Roth oder Gary Moore versucht, kommt freilich nicht unbedingt ĂŒberraschend, nahezu alle der ausgewĂ€hlten Tracks aber sehr wohl und noch vielmehr deren Umsetzung.

Im Gegensatz zu vielen anderen KĂŒnstlern hat sich Brett nĂ€mlich nicht leidlich bekannte Klassiker aus dem Repertoire dieser Helden ausgesucht, sondern sich als "Perlentaucher" versucht und so manches Schmankerl an die OberflĂ€che befördert. Beste Beispiele dafĂŒr stellen das von »In Trance« stammende â€șLiving And Dyingâ€č sowie der auf »Obsession« verewigte Melodie-Happen â€șAin't No Babyâ€č dar, die neben Ellis' Klasse an seinem ArbeitsgerĂ€t auch seine Kompetenz EmotionalitĂ€t zu transferieren unter Beweis stellen.

Lobenswert erscheint auch die Tatsache, daß Brett neben den erwĂ€hnten, weltberĂŒhmten Herren auch KĂŒnstlern die Ehre erweist, denen zumeist nur in einschlĂ€gigen Kreisen gehuldigt wird. Von daher eignet sich »The Warriors Before Me«auch fĂŒr Einsteiger in den gitarrenbetonten, harten Rock mit massivem Blues-Unterbau, um sich in weiterer Folge vielleicht auch an nicht ganz so bekannte Saitenartisten wie Frank Marino, Pat Travers oder Robin Trower heranzuwagen. Da Mister Ellis die Tracks mit seinem ebenso urwĂŒchsig-explosivem wie gefĂŒhlsbetonten Spiel nicht nur veredelt, sondern zum Teil auch verĂ€ndert arrangiert hat, erhalten beispielsweise â€șNeighbor Neighborâ€č oder auch â€șWhole Lotta Rosieâ€č sogar eine durchaus eigene Duftnote. Diese wird auch vom Gesang versprĂŒht, fĂŒr den sich Brett unter anderem Jason Edwards, Rick Reed und die sensationelle Allison Smith ins Studio geholt hat, um â€șLiving And Dyingâ€č oder auch das LED ZEPPELIN-Medley â€șWe're Gonna Grooveâ€č geschmackvoll abzurunden.

FĂŒr Gitarrenfetischisten ein wahres Fest, und abgesehen davon ein mehr als nur lohnendes Werk, um zu einem solchen zu werden.

http://www.brettellisband.com/

Blues-KĂ€mpfer


Walter Scheurer

 
Brett Ellis im Überblick:
Brett Ellis – The Warriors Before Me (Do It Yourself)
unter dem ehemaligen Bandnamen BRETT ELLIS BAND:
BRETT ELLIS BAND – Electrified Live (Rundling)
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