UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 70 → Review-Überblick → Do It Yourself-Review-Überblick → INTERSTATE BLUES – »Dragon Lady«-Review last update: 12.08.2022, 06:52:50  

last Index next
INTERSTATE BLUES-CD-Cover

INTERSTATE BLUES

Dragon Lady

(10-Song-CD: Preis unbekannt)

Seit Mitte der 90er Jahre aktiv, liefern INTERSTATE BLUES in beständiger Regelmäßigkeit Veröffentlichungen ab. Diese sind allesamt vom US-typischen Blues in seiner rockigen Version gekennzeichnet und eben diesen weiß die aus Kalifornien stammende Formation seit jeher auf handwerklich einwandfreie und authentische Manier darzubieten.

Daran hat sich selbstredend auch im 22. Existenzjahr nichts geändert, ebensowenig an der schlichten Aufmachung der Alben der US-Amerikaner. Doch so klischeehaft es auch klingen mag, INTERTSTATE BLUES scheint tatsächlich der Musik allein die uneingeschränkte Aufmerksamkeit zukommen lassen zu wollen, und das gelingt einmal mehr ganz vorzüglich. Die Songs von »Dragon Lady« leben nämlich von der Hingabe der Musiker und kommen entsprechend authentisch aus den Boxen. Doch die Truppe hat aber nicht bloß den Blues in rockiger oder traditioneller Form im Angebot (wobei dieser im tiefschürfenden Finale in Form des rein akustisch umgesetzten ›Still Who I Wanna Be‹ geradezu herzzerreißend intoniert wird), auch verdammt harten Rock versteht man gekonnt zu intonieren (›Loco El Gato‹ kommt mit FOGHAT-Härte und Pat Travers-Brachial-Riff). Dieser Rock-Anteil leistet im Endeffekt einen ebenso essentiellen Beitrag zum feinen Gesamteindruck, zu dem auch die furztrockene Produktion beiträgt.

Auch wenn der Vortrag des Trios in Summe vergleichsweise unspektakulär erscheinen mag, fällt dieser durch seinen hohen Anteil an übermittelten Emotionen durchaus positiv auf. Zudem ist zu erwähnen, daß INTERSTATE BLUES in Person von Jamie Purpora nicht nur einen talentierten Sänger im Line-up besitzen, sondern obendrein einen begnadeten Saitenhexer, der sich immer wieder als Solist par excellence erweist. In den härtesten Passagen kommt einem als Vergleich dadurch ab und an der unvergessene Rory Gallagher in den Sinn, vorwiegend ruft der Genuß von »Dragon Lady« aber doch eher Künstler in Erinnerung, die sich der weniger rockenden Seite des Blues hinge(ge)ben (haben).

http://www.interstateblues.com/

Fire-Blues


Walter Scheurer

 
INTERSTATE BLUES im Überblick:
INTERSTATE BLUES – Dragon Lady (Do It Yourself-Review von 2017)
© 1989-2022 Underground Empire



last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here