UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 70 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → STONEHEAD (D) – Â»Inner Demons«-Review last update: 04.12.2020, 15:33:10  

last Index next

STONEHEAD (D) – Inner Demons

KICK THE FLAME/BROKEN SILENCE

Nicht zuletzt durch Liveshows im Vorprogramm von GrĂ¶ĂŸen wie CROWBAR oder ORANGE GOBLIN konnte sich STONEHEAD lĂ€ngst einen guten Namen machen. Aber auch die bisherigen Veröffentlichungen der Dresdener fanden Anklang, weshalb die Truppe inzwischen auf ein beeindruckendes Gefolge blicken kann.

Der nun vorliegende, zweite Longplayer wird diesen Trend locker fortsetzen können, zumal das Quartett auf »Inner Demons« ein GebrĂ€u aufzutischen versteht, das in seiner Gesamtheit vor allem durch seine DiversitĂ€t ĂŒberzeugt, auch wenn es einer gewissen Eingewöhnungsphase bedarf, um sich wohlzufĂŒhlen.

GewöhnungsbedĂŒrftig ist aber keineswegs die Musik selbst, sondern vielmehr die Herangehensweise von STONEHEAD. Einen Album-Opener â€șThe Endâ€č zu nennen, kann man ja als Ironie durchgehen lassen, damit aber zugleich vom Hörer gut zwölf Minuten Aufmerksamkeit zu verlangen, zeugt jedoch von Mut und gehörigem Selbstbewußtsein. So etwas kann nĂ€mlich durchaus auch verursachen, daß so mancher Zeitgenosse vorschnell das Interesse an STONEHEAD verliert.

Selbst schuld, kann man da nur sagen, denn die Nummer erweist sich als ĂŒberaus kurzweilig und weiß vor allem, durch ihre AtmosphĂ€re zu gefallen, die auf einem locker-lĂ€ssigen Blues-Unterbau ausgebreitet wird. Keine Ahnung, aus welchen BeweggrĂŒnden dieses Epos an den Anfang gestellt wurde, Tatsache ist jedenfalls, daß die folgenden zehn Tracks wesentlich kĂŒrzer ausgefallen sind.

Und das, obwohl das Vortragstempo in Folge mehrfach unterschritten wird und STONEHEAD unter Beweis stellen, daß sie Doom und Stoner Rock aus dem Effeff beherrschen und auf intensive Manier darbieten.

Aber auch abgefahrenen Space und Psychedelic Rock, satte Desert-Rock-Riffs sowie Heavy Rock in typischer 70er Machart gibt es zu hören. Von letzterem lebt unter anderem der cool groovende Ohrwurm â€șThe Last Drinkâ€č, der vermuten lĂ€ĂŸt, daß sich SĂ€nger Nobbi wĂ€hrend der Aufnahmen das eine oder andere GetrĂ€nk genehmigt hat. Derart "authentisch" versoffen klingt sein Vortrag ansonsten nĂ€mlich nicht. Im Gegenteil, der Kerl versteht, sein rauhes Timbre akzentuiert einzusetzen und kann mit seiner dezent rauchigen Stimme sowie seiner professionellen Darbietung fĂŒr ein hohes Maß an EigenstĂ€ndigkeit sorgen. FĂŒr eben diese muß man STONEHEAD generell Tribut zollen, nicht zuletzt aufgrund ihrer eigensinnig anmutenden, jedoch durchweg ĂŒberzeugenden Vielschichtigkeit. Respekt!

http://www.stonehead-rocks.de/

gut 11


Walter Scheurer

 
STONEHEAD (D) im Überblick:
STONEHEAD (D) – Dead Leaf (Do It Yourself)
STONEHEAD (D) – Inner Demons (Rundling)
© 1989-2020 Underground Empire


last Index next

Bands! Interested in a review? Send your promopackage containing CD and info to the editorial office. Adress & infos
Button: hier