UNDERGROUND EMPIRE the ONLINE EMPIRE-Titel
  UE-Home → History → Online Empire 70 → Review-Überblick → Rundling-Review-Überblick → HEAVYDEATH – »In Circles We Die«-Review last update: 03.02.2023, 18:16:54  

last Index next

HEAVYDEATH – In Circles We Die

IRON BONEHEAD PRODUCTIONS (Import)

Eindeutiger und treffender kann man eine Band wohl kaum nennen. Geradezu logisch also, daß die drei Schweden von HEAVYDEATH, die sich 2013 unter diesem Banner zusammengetan haben, auf ihrem zweiten Langeisen deftigen Todesmörtel in zum Großteil ultra-langsamer Ausführung anzubieten haben. Durch die Erfahrung, die das Trio bei Formationen wie RUNEMAGICK, NECROCURSE oder SWORDMASTER sammeln hat können, erklärt sich der überaus gediegene Vortrag fast von selbst. Die Routine und das Können der Musiker läßt darüber hinaus in Kombination mit der Brachialität, mit der die Tracks intoniert werden, immer wieder an zeitlose Heroen denken, an die man sich immer wieder erinnert fühlt.

Von ASPHYX über CELTIC FROST bis hin zu den frühen PARADISE LOST und CATHEDRAL reicht dieser Reigen, der mit Hingabe und spürbarer Wucht dargeboten wird. Monotonie entsteht jedoch niemals, denn besagte Zutaten werden auf durchweg gelungene Weise konterkariert. Vorwiegend mit fett groovenden, landestypischen Death Metal-Einschüben der alten Schule, die auf »In Circles We Die« ein harsches Kontrastprogramm bieten.

HEAVYDEATH versteht es damit spielerisch, durch punktgenaue Einsätze Akzente zu setzen. Zwar wird selbst dabei das Tempo nur geringfügig angezogen, die Riffs an sich hätten jedoch durchaus auch auf so manchem reinrassigen Todesmörtel-Album ihre Berechtigung. Gelungen ist HEAVYDEATH auch die atmosphärische Umsetzung des Materials, denn bei allem Schwermut, der hier regiert, fühlt sich der Zuhörer niemals in einen Sog der Depression gezogen, sondern bemerkt alsbald, daß auf diesem Album mehr als nur ein Hauch musikgewordene Hoffnung integriert werden konnte. Diese ist zu einem guten Teil der zwar zumeist sehr rauhen - aber eben nicht abgrundtiefen - und durchweg verständlichen Stimme von Gitarrist Nicklas Rudolfsson zuzuschreiben, der nicht nur für Gänsehaut sorgt, sondern obendrein auch mit vereinzelten Klargesangspassagen für Kontrapunkte im tiefgrauen Erscheinungsbild vor dem magischen Auge sorgt.

http://www.heavydeath.com/

gut 10


Walter Scheurer

 
HEAVYDEATH im Überblick:
HEAVYDEATH – In Circles We Die (Rundling-Review von 2017 aus Online Empire 70)
HEAVYDEATH – News vom 27.02.2014
© 1989-2023 Underground Empire


last Index next

Stop This War! Support The Victims.
Button: here