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HEAVENS DECAY – The Great Void Of Mystery

CHAOS RECORDS (Import)

Mit HEAVENS DECAY stellt sich eine weitere Band vor, die sich dem traditionellen Heavy Metal verschrieben hat und diesen auf seinem Erstlingswerk hingebungsvoll zelebriert. Auf Anhieb festzustellen ist, daß auf »The Great Void Of Mystery« jeglicher Firlefanz außen vorgelassen wurde und stattdessen ausschließlich die "alte Schule" regiert. Mit Melodien geht die Truppe zwar eher sparsam um, zu einem großen Teil mußten diese der deftigen Grundausrichtung sowie der eher dunklen Atmosphäre des Albums weichen, weshalb die Chose auf jeden Fall in sich stimmig klingt.

Nicht zuletzt aufgrund der ähnlich rauhen Gesangsperformance sind es vorwiegend GRAVE DIGGER, die einem als Vergleich in den Sinn kommen, auch wenn die Ausdruckskraft von Bandoberhaupt Julio Viterbo nicht an jene von Chris Boltendahl herankommt. Der Name des Masterminds wird so manchem Death Metal-Connaisseur geläufig sein, schließlich zählt der gebürtige Mexikaner seit langer Zeit zu den Aktivposten der Szene seiner Heimat und veröffentlicht seit fast 25 Jahren Tonträger, und das mit so unterschiedlichen Formationen wie THE CHASM, SHUB NIGGURATH und CENOTAPH.

Daß Julio mit HEAVENS DECAY nun zu seinen Wurzeln zurückkehrt, liegt aufgrund seiner Reife auf der Hand. Seine aktuelle Abkehr vom extremen Metal-Bereich hin zu einer vergleichsweise gemäßigteren Gangart klingt deshalb auf jeden Fall plausibel und sollte selbst jene Zweifler, die ihm finanzielle Hintergedanken unterstellen, zum Schweigen bringen.

Ganz im Gegensatz zu »The Great Void Of Mystery«, das sich mehrmals zum Mitgrölen regelrecht aufdrängt. Etwa mit ›Born Of Fire‹, dem man obendrein das sprichwörtliche Feuer dieser Band anmerkt. Aber auch ›Thunder Of The Guns‹ entpuppt sich als zukünftiger Live-Abräumer, bei dem der Bär steppen und das Volk grölen wird. Nicht zuletzt, weil diese Scheibe absolut glaubwürdig aus den Boxen geballert kommt und man jegliche Inspirationsquellen - von diversen ACCEPT/JUDAS PRIEST-Gitarrenpassagen über diverse MOTÖRHEAD/TANK-Ruppigkeiten bis hin zu IRON MAIDEN-Galopp-Rhythmen - als Teil der Sozialisation des Chefs betrachten kann, sollten Traditionalisten zumindest einen Testlauf wagen.

Respekt, Julio, dermaßen authentisch kommt bei weitem nicht jeder "Tapetenwechsel" rüber!

http://www.facebook.com/heavensdecay

gut 10


Walter Scheurer

 
HEAVENS DECAY im Überblick:
HEAVENS DECAY – The Great Void Of Mystery (Rundling-Review von 2016)
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