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STRANGE DAZE – Shine Through

PAVEMENT MUSIC

Bei uns noch nahezu völlig unbekannt, haben STRANGE DAZE in den US of A bereits ein mehr als nur beachtliches Gefolge. Dieses rekrutierte die Formation aus Minneapolis bei den unzähligen Gigs und Festivalauftritten, die es den Burschen bislang gestattete, das Publikum für Namen wie AEROSMITH, CHEAP TRICK, LIVE, BLACK STONE CHERRY, DAYS OF THE NEW, Lita Ford, TESLA, WARRANT, L.A. GUNS, FASTER PUSSYCAT und 38 SPECIAL aufzuwärmen.

Klingt wahrlich beeindruckend, ebenso, daß die ersten beiden (offenbar in Eigenregie) aufgelegten CDs mittlerweile vergriffen sind. Logisch, daß man nun bestrebt ist, vorliegendes Album als "Türöffner" für den Rest der Welt einzusetzen. Und damit ist es in der Tat gut möglich, daß auch der europäische Markt in Bälde von STRANGE DAZE eingenommen werden kann, die Songs von »Shine Through« würden nämlich auch bei den großen hiesigen Mainstream-Festivals ganz vorzüglich ins Programm passen.

Stilistisch ist das Quartett irgendwo in der Grauzone von spätem Grunge, Modern Rock und US-typischen Stadion-Rock zu verorten und hat auch die entsprechenden Ingredienzen, um bei etwaigen Gigs mit hymnischen Refrains binnen kurzer Zeit das Publikum auf seine Seite zu ziehen. Passend dazu klingt auch Sänger Scott Knudson in manchen Passagen wie ein weniger melancholischer Eddie Vedder, hat aber auch etwas vom Timbre eines Scott Stapp und versteht es zudem, die Tracks auf überaus emotionale Weise darzubieten.

Zwar bleibt die Chose auch dadurch nicht zwingend originell, klingt aber auf jeden Fall handwerklich in Ordnung und wurde zudem mit entsprechenden Hooks und Melodien versehen, um nicht ebenso schnell wieder in Vergessenheit zu geraten. Als besonders gelungen sind übrigens die eher ruhigen Tracks zu nennen, da diese wahrlich vollends überzeugen können. Allen voran die romantische Ballade ›Welcome - Izabelle's Song‹, die auf Anhieb für Feuerzeugalarm und große Gefühle sorgt und selbst in der Pianoversion noch überzeugen kann und keineswegs in pures "Schmalz" abdriftet. Doch auch Tracks wie der fette Dosenöffner ›Satellite Soul‹, oder das locker groovende, aber dennoch tiefenentspannt dargebotene ›I‹ drängen sich als Single-Auskopplungen sowie für Radioeinsätze förmlich auf und sollten sich in jeder Playlist zwischen LIVE, NICKELBACK und Co. gut machen.

Durchaus möglich also, daß wir schon bald auch hierzulande mehr von STRANGE DAZE zu hören und zu sehen bekommen - vielleicht sogar noch vor der kommenden Sommerfestival-Saison...

http://www.strangedaze.com/

gut 11


Walter Scheurer

 
STRANGE DAZE im Überblick:
STRANGE DAZE – Shine Through (Rundling-Review von 2016)
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