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EXCELLION

Unsean

(5-Song-Digital-Release: 5 US-Dollar)

In ihrer Heimat Mexiko scheint sich diese Formation längst einen ganz guten Ruf sowie eine Fanbase erspielt zu haben, bei uns dagegen war die Band bislang noch so gut wie nicht vorhanden. Mit der vorliegenden vierten Veröffentlichung könnte sich das durchaus ändern, denn die vier Burschen scheinen nicht nur technisch versiert zu sein, ihr abgefahrener Prog-Metal der zeitlosen Version kommt auch sehr ansprechend aus den Boxen.

Zwar klingt der Einstieg ins Geschehen mit ›Unsean Pt. I - In Search Of Infinity‹ zu Beginn noch ein wenig zu kopflastig und eine Spur zu sehr auf Anspruch getrimmt, im Verlauf der knapp acht Minuten Spieldauer kristallisiert sich aber sehr wohl eine Struktur heraus, die auch für Nicht-Musiker nachvollziehbar klingt.

Das folgende ›Unlucky Charms‹ offenbart dann eine deutlich heftigere Seite dieser Band. Einem fett groovenden Neo-Thrash-Unterbau stehen hier eingängige Melodien gegenüber, die wiederum offenbar perfekt auf den Vortrag von Sänger Frozen Chava abgestimmt wurden. Überaus positiv fällt zudem noch auf, daß selbst wie Stilanbruch anmutende Breaks die Nummer in sich stimmig klingen lassen. Das läßt sich vom anschließenden ›The Courier‹ leider nicht behaupten. Hier übertreiben es EXCALLION leider ein wenig, allen voran die elektronisch-brutalen Beats wollen gar nicht ins entstandene Bild passen, und auch der Death Metal-Gesangsversuch in Kombination mit den Djent-Bassläufen muß als Bruchlandung bezeichnet werden.

Der dadurch verlorene Boden wird jedoch sofort wieder gutgemacht. Mehr noch, mit ›Diablo Jr.‹ folgt sogar der Ober-Hammer auf dem Fuß. Hier wuseln die Mexikaner mit dem Speed ihrer Landsleute von SPLIT HEAVEN durch ein lockeres Gefüge aus MAIDEN-Rhythmen und offerieren dazu präzise ausgeführte DREAM THEATER-Riffs. Cool!

Mit dem an den Schluß gestellten ›Unsean Pt. II - The Heart Of The Sapphire‹ liefern die Jungs auch noch den Beweis dafür, daß sie auch in modern anmutenden, atmosphärisch ruhigeren, sanftmütigen Prog-Gewässern im Stile von Bands wie TESSERACT keinen Schiffbruch erleiden. Einen direkten Verweis auf den Opener kann man dabei zwar nicht wirklich feststellen, ins Gesamtbild fügt sich die Nummer aber dennoch gut ein, und zudem rundet die Formation damit ihre - auch soundtechnisch - durchaus gelungene Vorstellung gekonnt ab.

http://www.facebook.com/excellionband/

kein Schiffbruch


Walter Scheurer

 
EXCELLION im Überblick:
EXCELLION – Unsean (Do It Yourself-Review von 2016 aus Online Empire 69)
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