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BLUES PILLS – Lady In Gold

NUCLEAR BLAST RECORDS/EAST WEST

Ein Schelm, wer Böses denkt: Klar hat diese Formation einen sensationellen Start in ihre Karriere hingelegt, und ihre ersten Veröffentlichungen haben sich verkauft wie geschnitten Brot. Und auch, daß Frontfräulein Elin Larsson sprichwörtlich "Gold" in den Stimmbändern hat, steht außer Frage. Aber ob es denn nicht doch überheblich klingt, wenn die Band ihr zweites Langeisen komplett unbescheiden »Lady In Gold« nennt?

Nicht die Bohne! Schließlich ist der Titel in erster Linie als Synonym für den Tod gemeint, der, wenn es nach der Multi-Kulti-Truppe geht, eben nicht in Schwarz, sondern in Gold und als Dame bei einem "vorbeischaut". Daß der Titeltrack obendrein ein Ohrwurm der Sonderklasse geworden ist und die weitere Karriere der Truppe gehörig befeuern wird, braucht jedoch auch erst gar nicht diskutiert zu werden, die Zeichen stehen definitiv auf Sieg!

Man muß wohl kein Prophet zu sein, um vorauszusagen, daß diese Formation in Bälde mit zu jenen Namen zählen wird, die auf den ganz großen Festivals die obersten Plätze im Line-up einnimmt. Und das völlig zu recht! Warum? Weil es dieses Quartett (das sich momentan offenbar lediglich für die Livesituation um einen zweiten Gitarristen verstärkt) trotz ihrer vermeintlichen "Unreife" einfach versteht, packende Songs zu schreiben und diese auch entsprechend an den Zuhörer zu bringen vermag.

Es kann zwar durchaus sein, daß die BLUES PILLS momentan schlicht auf einer Welle des Selbstvertrauens schweben und daher einfach alles, was ihnen in den Sinn kommt, anpackt. In ihrem Fall ist das auch deshalb kein Thema, denn die Band ist sich selbst sehr wohl treugeblieben und hat die Fans nicht durch unnützes Experimentieren verprellt. Nein, davon kann wahrlich keine Rede sein, denn die "PILLS" haben ihr angestammtes Terrain, sprich die Grauzone aus Blues und Classic Rock, keineswegs verlassen, sondern sind lediglich in artverwandte Sphären abgedriftet. Etwa für ›Burned Out‹, das tief in den Soul eingetaucht, oder für ›Won't Go Back‹, das eine bislang noch nicht von ihnen vernehmbare Psychedelic-Schlagseite ans Tageslicht fördert. Nicht minder abwegig erscheint auch das Kokettieren in ›Little Boy Preacher‹ mit typischen Gospel-Chören.

Kurz, alles hat Hand und Fuß und wurde zudem in wahlweise ergreifend-emotionalen oder eben lässig-lockeren Songs untergebracht.

Wer kann, der kann eben und daß wir es im Falle der BLUES PILLS mit Könnern zu tun haben, sollte sich herumgesprochen haben!

http://www.bluespills.com/

beeindruckend 13


Walter Scheurer

 
BLUES PILLS im Überblick:
BLUES PILLS – Blues Pills (Rundling-Review von 2014)
BLUES PILLS – Devil Man (Rundling-Review von 2013)
BLUES PILLS – Lady In Gold (Rundling-Review von 2016)
BLUES PILLS – ONLINE EMPIRE 55-Special
BLUES PILLS – ONLINE EMPIRE 60-Interview
BLUES PILLS – ONLINE EMPIRE 84-Interview
BLUES PILLS – News vom 24.08.2014
BLUES PILLS – News vom 06.11.2014
BLUES PILLS – News vom 22.11.2018
BLUES PILLS – News vom 28.10.2019
andere Projekte des beteiligten Musikers Dorian Sorriaux:
Dorian Sorriaux – News vom 12.03.2018
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