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HARVEST (PA) – Omnivorous (CD-EP)

SYMBOL OF DOMINATION PROD. (Import)

GegrĂŒndet 2012, hat sich diese Formation aus Panama City in der Heimat offenbar durch die erfolgreiche Teilnahme an der 2015er Ausgabe des Bandwettbewerbs "Battle Of The Bands - Cultura Sobre Ruedas" einen guten Namen erspielen können. Eigenen Angaben zur Folge scheint HARVEST immer noch verdammt viel daran zu liegen, zunĂ€chst einmal durch Live-Performances bekannt zu werden. Durchaus verstĂ€ndlich - eine bessere Gelegenheit, um die Aufmerksamkeit von Metalfans auf sich zu ziehen, gibt es ohnehin noch immer nicht. Logisch also, daß die Band auch die Chance genutzt hat, durch die Teilnahme am "Battle Of The Bands - Wacken Central America" nicht nur in Panama, sondern auch außerhalb der Landesgrenzen ins Gerede zu kommen. Diesen eingeschlagenen Weg zum Karriereaufbau scheint der Vierer mit Dame am Schlagzeug auch weiterhin zu verfolgen, weshalb man nun eben die erste Veröffentlichung auftischt.

Mit »Omnivorous« hat das Quartett eine sieben Tracks (inklusive Intro) umfassende EP eingespielt, die zudem als Konzeptgeschichte angelegt ist. Diese hat sowohl diverse biologische und psychologische Themenkreise des menschlichen Individuums, aber auch paranormale PhĂ€nomenen wie das Leben nach dem Tod als Inhalt. Das mag zwar nicht zwingend zusammenhĂ€ngend wirken, klingt jedoch durchaus schlĂŒssig und konnte auch mit dem Artwork ganz ordentlich umgesetzt werden. Selbiges lĂ€ĂŸt sich auch fĂŒr die Musik attestieren, denn die Tracks klingen von der instrumentalen Darbietung her wohl durchdacht und auch ausgereift. Vorwiegend brettert der Vierer dabei durch harsche Gefilde, zumeist im Grenzbereich von Thrash und Death Metal. Filigrane Riffs und fette Groove konnten ebenso gut in die Nummer integriert werden wie auch diverse Breaks, die immer wieder fĂŒr Akzente zu sorgen wissen. Nicht zuletzt dadurch wirkt die Chose vom technischen Aspekt her auch ĂŒber jeden Zweifel erhaben und klingt auch im Konsens mit dem Konzept stimmig.

Ganz und gar nicht harmonisch ist jedoch leider die Gesangsvorstellung ausgefallen. Nichts gegen Death Metal-Vocals, ein klein wenig Abwechslung wĂ€re in einer dermaßen facettenreichen Darbietung aber durchaus angebracht gewesen, zumal die Stimme an sich schlicht monoton klingt. Fronter Ernesto weiß zwar in den aggressiven Passagen mit seinem derben Gebelle durchaus passende Laute von sich zu geben, muß allerdings in den atmosphĂ€rischen Momenten - wie etwa im atmosphĂ€risch gelungen umgesetzten, um diverse akustische Zwischenspiele erweiterten Titeltrack - als regelrecht störend betrachtet werden. Dadurch verliert die an sich sehr ordentliche Leistung der Mittelamerikaner in Summe leider gehörig an Wirkung, zumal wohl selbst Death Metal-Puristen den Vortrag dieses Kollegen fĂŒr schwach, vor allem aber fĂŒr zu wenig intensiv halten werden. Schade drum, da wĂ€r' deutlich mehr zu holen gewesen.

http://www.harvestcult.com/

annehmbar 7


Walter Scheurer

 
HARVEST (PA) im Überblick:
HARVEST (PA) – Omnivorous (Rundling)
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