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RAVENEYE – Nova

FRONTIERS RECORDS/SOULFOOD

Irgendetwas ganz besonderes muß an dieser Band dran sein. Schließlich wurde das Trio aus dem englischen Milton Keynes erst 2014 gegrĂŒndet und hat bis dato lediglich die EP »Breaking Out« vorzuweisen, durfte aber dennoch schon Konzerte fĂŒr DEEP PURPLE und Slash eröffnen sowie mit THE DARKNESS auf ausgedehnte Tournee gehen. Zudem war RAVENEYE auch bereits auf diversen Festivals in Europa und den Staaten zu Gast, welche junge Truppe kann das schon von sich behaupten?

Wodurch genau das offensichtliche "Vitamin B" im Endeffekt tatsĂ€chlich entstanden ist, kann jedoch nur schwer nachvollzogen werden, selbst wenn Gitarrist/SĂ€nger Oli Brown bereits einen durchaus guten Ruf in der Blues/Rock-Szene innehat und in jener auch schon mehrfach mit Preisen ausgezeichnet wurde. Es gibt zwar auch leichtere Übungen fĂŒr eine Band als den daraus resultierenden Vorschußlorbeeren auch gerechtzuwerden, doch das ist kein Thema fĂŒr diese drei Briten. Das Trio erweckt auf vorliegendem Debut-Langeisen nĂ€mlich in erster Linie den Eindruck, es wĂŒrde bereits seit Dekaden existieren. Will sagen, bei aller bemerkbarer SpontaneitĂ€t und Frische ist das - vielen Newcomern, aus nachvollziehbaren GrĂŒnden einfach noch fehlende - fokussierte Herangehen an das Schreiben von Songs förmlich spĂŒrbar.

Auf »Nova« wurde so ziemlich alles richtig gemacht. Es wurde nichts kĂŒnstlich in die LĂ€nge gezogen, noch wurde experimentiert und schon gar nicht hat man versucht, mit Krampf ans Ziel zu kommen. Im Gegenteil, die Scheibe vermittelt das GefĂŒhl, man dĂŒrfte sich als Ohren- und Augenzeuge gerade eben in jenem Proberaum oder Studio befinden, in dem Oli und seine Komparsen Kev Hickman (Drums) und Aaron Spiers (Baß, Keyboards) die elf Tracks einspielen. Klar, neu erfunden wird der Rock von RAVENEYE auch nicht, ihr von Olis Gitarre geprĂ€gter, ab und an in bluesige Gefilde tendierender, hemdsĂ€rmeliger Classic/Heavy Rock enthĂ€lt aber auf jeden Fall verdammt viel von dem, was man von einem ROCK-Album auch erwartet. Die Songs wissen, den Hörer in allen Heftigkeitsgraden (von AOR-Tendenzen bis hin zu - vor allem fĂŒr Label-VerhĂ€ltnisse - vergleichsweise heftigen Heavy Grooves ist alles dabei!) zu packen, prĂ€gen sich auf Anhieb ins GedĂ€chtnis ein und machen zudem auf Anhieb Lust auf ein Konzert der Burschen! Rockerherz, was willst du mehr?

http://www.raveneyeofficial.com/

beeindruckend 12


Walter Scheurer

 
RAVENEYE im Überblick:
RAVENEYE – Nova (Rundling)
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