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Sampler – N.W. Metalworx - Volume 1 (Vinyl-LP)

N.W. METALWORX (Import)

Die Abkürzung "NW" steht für "northwest", denn hier haben sich einige Leute zusammengefunden, die mithelfen wollen, Schätze aus der Szene im Nordwesten der USA zu heben. Den Anfang macht ein Vinylsampler, der das anstehende Programm schon mal trefflich umreißt.

Und es geht gleich schon mal sehr gut los, nämlich mit der Demoversion von HEIR APPARENTs ›All One People‹. Es schließen sich die im Underground hochgeschätzten TAIST OF IRON an, während in WHIZKEY STIK der erste Geheimtip zutagegefördert wird: Zwar klingt der Bandname vordergründig nach lahmem Schwanzrock, doch die Truppe macht vielmehr eine Kreuzung aus melodischem Metal und Classic Rock mit kräftiger Hammond-Unterlage. Ihr ›Heaven's Thief‹ ist auf alle Fälle ein echter Hit, bei dem man nicht fassen kann, daß er nie großartig bekanntgeworden ist. Auf jeden Fall kann man sich hier um so mehr auf eine kommende Veröffentlichung freuen! Auch OUTRAGE - wie man sieht, gab es also auch im Nordwesten der USA eine der vielen Bands, die sich diesen Namen gekrallt hatten - haben in ›It's Not Okay‹ einen hochklassigen Track im Angebot. ASSAULT & BATTERY, die die erste Seite abschließen, muten indes ein wenig wie SLAYER auf langsamer, dafür aber breakhaltiger an.

Die zweite Seite wird ebenfalls sehr stark eröffnet, da GLACIER ihren ›Devil In Disguise‹ vorbeibringen. Es folgt ein weiterer beliebter Bandname, nämlich OVERLORD, die mit ihrer Livenummer ›Sometimes... Gets The Best Of Me‹ landläufigen Hard Rock schmieden, bevor wir mit STEEL SEA und ›Blacklace Blackmail‹ auf die Poser-Schiene geraten und uns einer der größten David Lee Roth-Wannabees aller Zeiten in Erstaunen versetzt. Bei CRUELLA gibt es wie gewohnt leicht kruden Hard Rock, der sich schroff und mit wenig Melodie, dafür aber mit Gruselfaktor und gewöhnungsbedürftigem Gesang präsentiert. HIGH VOLTAGE verblüffen mit einem dreisten Klau von URIAH HEEPs ›Free Me‹, den sie kurzerhand in ›Freedom‹ umgetauft haben. Den Schlußpunkt setzen WINDHAM HELL, die beweisen, daß auch im Nordwesten Amerikas Rumpel-Metal mit nicht allzu viel Talent gemacht wurde, der heute wahrscheinlich auch nur dadurch Beachtung erfährt, weil sie - ähnlich wie solche Knallchargen wie BEHERIT & Co. - zu den ganz frühen Konsorten gehörten, die sich getraut hatten, ein solches Gestümpere zu veröffentlichen.

Auf alle Fälle macht »N.W. Metalworx - Volume 1« deutlich, daß wir uns auf die zukünftigen Aktivitäten dieser Firma freuen dürfen. Wer ebenfalls schon mal reinschnuppern möchte, kann dieses Vinyl hier erwerben:

http://nwmetalworxmusic.com/


Stefan Glas

 
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